Gedenkfeier für Sobonfu Somé

13. Juli 2017, im Schloss Tempelhof bei Crailsheim

14:00 – 18:30 Uhr und in den Abend hinein

16143381_1204728526259444_3832217713611133036_o.jpgWir freuen uns auf ein paar Stunden gemeinsam gedenken, trauern, ehren und feiern von dem, was Sobonfu uns in den letzten Jahren mit so viel Hingabe, Bestimmtheit und Humor geschenkt hat.
Dafür laden wir dich ein, am Donnerstag um 13:00 Uhr zum Mittagessen anzureisen und mit uns einen Nachmittag lang, und wenn du möchtest bis in die Nacht hinein, Geschichten, Lieder und Erinnerungen zu teilen und die Verbindung zu Sobonfu und unseren anderen Ahnen zu würdigen und zu stärken.

Anmeldung erfolgt über die Seminaranmeldung zum Workshop “In unserer Mitte – Was Kinder von uns brauchen” über das Seminarbüro im Schloss Tempelhof. Die Teilnahme an der Gedenkfeier ist kostenlos (Kosten entstehen nur für die Mahlzeiten).

Wir freuen uns auf einen großen, lebendigen Kreis gemeinsam mit dir und vielen anderen Menschen, deren Leben Sobonfu im Laufe vieler Jahre hier in Europa berührt hat.

Die Gedenkfeier ist eine Kooperation von Circlewise, der Wildnisschule Wildeshausen und den “Village People” – den AbsolventInnen der 3jährigen Ausbildung mit Sobonfu von 2014-2016. 

Hier geht’s zur Anmeldung…


Verein für Verbindungskultur

Ein ganz neuer und für uns großer Schritt steht bevor:

Wir suchen einen Platz an dem unserer Arbeit sich verwurzeln kann.

Im Oktober 2016 haben wir einen Verein gegründet, um damit auf gemeinnützige Weise die Verantwortung für ein Stück Erde zu übernehmen – mit ein wenig Glück und Hilfe schon in diesem Sommer.

Circlewise bleibt weiterhin eine Ideen- und Tatenschmiede für Verbindungskultur.

Das neue Zentrum für Verbindungskultur, e.V. wird ein interkultureller Entwicklungsort für Lern-Erlebnisse die eine tiefe und authentische Verbindung zur Natur stärken, in denen zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweisen erforscht und praktiziert werden und die ein friedvolles und schöpferisches Miteinander fördern – für einen gesellschaftlichen Wandel zum Wohle aller Wesen.

Gerade nutzen wir die Zeit der Klarheit inmitten der noch ganz durchsichtigen Natur, die in diesen Tagen so herrlich hell vom vorfrühlichen Licht erstrahlt, um Form und Farbe unseres Vereins so richtig klar zu zeichnen. Wenn wir mehr Details wissen, melden wir uns!

Schon jetzt freuen wir uns über Unterstützung – vor allem falls du dich mit wordpress-basierter Webseiten-Bastelei auskennst und Lust hast uns gegen Honorar oder im Austausch gegen Kurse oder Weiterbildungen beim Erstellen der neuen Webseite zu helfen, freuen wir uns über eine Nachricht über unser Kontaktformular.


Abschied von Sobonfu Somé

16142722_10208432931797732_3534587087708493404_nWir sind voller Trauer, dass unsere geschätzte und geliebte Lehrerin, Beraterin, Älteste und Freundin Sobonfu Somé am 15. Januar nach langer Krankheit in Burkina Faso aus dem Leben geschieden ist.

Wir danken ihr für die Jahre in denen sie uns durch ihre Workshops und beim Weiterentwickeln unserer Arbeit begleitet hat. Sobonfu hat vor allem durch ihre Bücher weltweit zig Tausende von Menschen mit ihren Geschichten, den Weisheiten ihrer Kultur und den intensiven Ritualen berührt, inspiriert und mit Zuversicht erfüllt. Sie wurde als die wohl wichtigste weibliche Stimme afrikanischer Spiritualität in der westlichen Welt anerkannt.

Sobonfu, deren Name “Hüterin der Rituale” bedeutete, schaffte es, die Prinzipien der Rituale ihrer Kultur, der Dagara in West-Afrika, in Ausdrucksformen zu übersetzen, die den Menschen und der Kultur hier vor Ort entsprachen.

Von 2014-16 leitete sie eine erstmals in Europa durchgeführte Ausbildung in naturverbundener Ritualarbeit für Circlewise und die Wildnisschule Wildeshausen. Sobonfu konnte dadurch zuletzt einen Teil ihres Wissens und auch ihrer Verantwortung an eine Gruppe von Lernenden hier in Deutschland weiter geben, die im Rahmen der Ausbildung auch eine Initiation in diese Form der Ritualarbeit absolvierten.

Zum Abschluss der Ausbildung Ende November 2016 teilte sie mit uns folgende Worte:

16143381_1204728526259444_3832217713611133036_o.jpg„Vielleicht seid ihr euch nicht sicher, ob ihr nach nur diesen drei Jahren in der Lage sein werdet, da draußen Rituale zu leiten. Aber ich kann euch sagen, was auch immer der Geist ist, mit dem ihr euch verbunden habt – ihr seid auf einer heißen Spur. Seid ihr bereit, weiter auf ihn zu achten? Ihn euch führen zu lassen? (…) Ein neuer Tag ist möglich. Eine neue Art des Seins ist möglich. Eine neue Art, zusammenzukommen ist möglich. Eine neue Art Wunder auf den Weg zu bringen ist möglich. Was auch immer der Geist ist, der diese Möglichkeiten für euch hier geschenkt hat – ich werde ihm für immer dankbar sein.“

Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wie wir mit allem, was wir von Sobonfu gelernt haben, auf eine gute Weise weitergehen und es auch weitergeben wollen. Die nächsten Wochen und Monate werden mehr Klarheit hierzu schenken und einen neuen Weg eröffnen.

sobonfu_elkeWir vermissen dich Sobonfu – deine Weisheit, deinen Humor, deine Entschlossenheit, deine tiefe und tätige Liebe zu den Menschen, besonders den Kindern, deine Ausdauer und die Kraft deiner Verbindung zur geistigen Welt. Du hast für uns einen Anker gesetzt – in ein gesundes, gemeinschaftliches Miteinander aller Generationen, das auch hier und heute möglich ist. Du hast uns Türen zur Verbindung mit der geistigen Welt eröffnet, zu der wir alle als Menschen einen ganz individuellen, persönlichen Zugang haben, und die uns durch deine Arbeit vertrauter geworden ist, als eine Quelle für Kraft und Weisheit in einer Zeit wo dies so dringend gebraucht scheint.

Hab Dank für alles – ye barka, ye barka, ye barka.

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Ausbildungsgruppe in Naturverbundener Ritualarbeit 2014-2016

 

 


Solidarität mit Standing Rock

defendthesacredIn North Dakota kampieren seit April UreinwohnerInnen aus insgesamt fast 200 indigenen Kulturen im Gebiet der Lakota, um den Bau einer Erdölpipeline durch das “Standing Rock” Reservat zu verhindern. Noch immer geht der unermüdliche Einsatz unzähliger Menschen für sauberes Wasser und heiliges Land weiter, welches per Gesetz den Ureinwohnern gehört.

Im November 2016 rief ein spontanes Bündnis von Natur- und Wildnisschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu auf, Solidarität mit den mutigen und willensstarken Menschen vor Ort zu zeigen und ihr Engagement zu unterstützen. Unser Ziel, über ein Crowdfunding 15.000 € zu sammeln, wurde noch um einiges übertroffen: Mit der Unterstützung von 291+ Menschen konnten wir innerhalb von drei Wochen gemeinsam 18.482 € zusammentragen.

Das gesamte Geld haben wir nun einer Initiative von Ureinwohnern vor Ort überwiesen, bei der im Moment der größte Bedarf an finanzieller Unterstützung besteht: Das Oceti Sakowin Camp, das sich zwischen dem Reservat der Lakota Sioux und dem derzeit von der US Army Corps besetzten Gelände befindet. Dieses ausschließlich von Natives geleitete Camp hat zum Ziel, die Rechte der Ureinwohner auf friedliche Weise zu verteidigen und gemeinsam dafür einzustehen, Mutter Erde und ihre Bewohner zu bewahren, in Einvernehmen mit den sieben Tugenden der Lakota: Gebet, Respekt, Mitgefühl, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Bescheidenheit und Weisheit.

Mehr zum Crowdfunding und zu den bisherigen Geschehnissen in North Dakota: https://www.leetchi.com/c/projekt-von-buendnis-der-deutschsprachigen-natur-und-wildnisschulen

Mehr zum Oceti Sakowin Camp: http://www.ocetisakowincamp.org/

Ein herzliches Dankeschön an alle Wildnisschulen, Projekte und Einzelpersonen, die sich am Spendenaufruf beteiligt oder auf andere Weise die Wasserschützer unterstützt haben! Eine Liste aller SpenderInnen findet ihr weiter unten…

PS Update: Am 05.Dezember hat die Regierung in den USA verkündet, dass der Pipeline-Bau solange illegal ist, bis eine umfangreiche Prüfung der zu erwartenden Umwelteinflüsse abgeschlossen ist, und im Zweifelsfall auf einer anderen Route entlang verlegt werden soll. Dies ist ein großer Erfolg in der öffentlichen Wahrnehmung – dennoch kein wirklicher Erfolg für das tatsächliche Unterbrechen oder Verhindern des Baus. Eine der Betreiber-Firmen EnergyTransfer hat am Tag danach in ihrer Stellungnahme deutlich gesagt, dass sie sich (wie in der Vergangenheit) durch diese „rein politisch gemeinte“ Aussage der Verwaltung in keiner Weise daran hindern lassen würden, das Projekt wie geplant und innerhalb des ursprünglichen Zeitrahmens abzuschließen. Das heißt, sie wollen einfach weiterbauen und notfalls vermutlich vergleichsweise magere Strafgelder in Kauf nehmen, statt den Bau zu stoppen! Unsere Sorge ist, dass gerade in der nahenden Weihnachtszeit der Druck der Öffentlichkeit nachlassen könnte, weil viele Menschen mit sich und der Familie zu tun haben. (http://www.businesswire.com/news/home/20161204005090/en/Energy-Transfer-Partners-Sunoco-Logistics-Partners-Respond)

Deshalb ermutigen wir euch, weiterhin ein Auge auf die Entwicklungen vor Ort zu halten.

Was man noch von Deutschland aus tun kann
Die Deutsche Bank ist mit 300 Millionen Euro Investitions-Summe am Pipeline-Bau beteiligt. Hier könnt ihr eine Petition unterzeichnen, mit der wir der Deutsche Bank vor Augen halten können, wie unerwünscht die Pipeline von der Mehrheit der Deutschen ist: https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bank-kein-geld-fuer-die-dakota-access-pipeline?sp_ref=.99.176499.f.559619.2&source=fb

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob ein weiteres Spenden noch möglich ist. Möglichkeiten per PayPal hier:
www.paypal.me/ocetisakowincamp
http://standingrock.org/news/standing-rock-sioux-tribe–dakota-access-pipeline-donation-fund/

Wir danken von ganzem Herzen:
Aaron T.
Ajana Holz
Alex S.
Andrea
Andrea Hagen
Andrea Schall
Andreas Jäckel
Andreas Rummel
Andreas Wirfler
Anita Timpe
Anja Buschmann
Anja Göttsching
Anne Belz
Annemarie Schmidt
Annett Pfennig
Annette Baubin
Annette Keßler
Armin Wetzel
Astrid Paschkowski
Barbara Deubzer
Barbara Stieff
Bastian Barucker
Baule Christa
Benjamin Czuratis
Birgit Baumgardt
Birgit Rabold
Birke Soukup
Björn Hombergs
Britta Düsterhaus
Carla Bauer
Carlos Franz Miranda
Carlos Mausini
Carola Sch.
Carolin Hasenkamp
Caroline Aicher
Caroline Engl
Caroline Graul
Caroline Remy
Carolyn Zeck
Charlin Bardoni
Christian Angerer
Christian Rachl
Christian Rachl
Christian Rachl
Christina Blohm
Christine Wawra
Clara Hencke
Claudia Höhne
Clemens Abramowski
Cora Herzog
Cornelius Hummel
Daniel Ochterbeck
David Döring
David Zeiss
Dirk Bayer
Dirk Schröder
Doris Hage
Dorothea Anzinger
Dorothea Raupp
Dorothee Lampert
Dorothee Lampert
edwin schmitz
Elena Ball
Elke Ganter
Elke Loepthien
Ella Du Fresne
Erik Brunne
Eva Fassbinder
Eva Weichert
Eva-Maria Forst
Feli Li
Felix v. Schoenebeck
Fenja Hehl
Florian Baier
Florian Fuhlert
florian holzknecht
Florian Mayer
Florian Rottenkolber
Frank Zschiesche
Franz Grimm
Franziska Borries
Franziska Schock
Frauen im Freien Gwendolin
Frauke Donnevert
Frauke Krämer
Gabriele J. Krämer
Gabriele Kingwill
Gertrud Geipel
Guido Krug
Gwendolin, Frauen im Freien
Hans-Georg Kober
Heidi Schlosser-Walsdorff
Heiko Barfs
Heinz Zinke
Helena Remy
Helga und Adrian Peill
Helge Bartels
Holger Röhle
Ilona Trinkert
Ina Hallermann
Ingmar Vogel
Ingo Böhme und Martina Glä
Isabella Aigner
Ivonne Droessler
Jakob
Jan Schwerdtfeger
Jana Sellnow
Jasmin Mena Sauterel
Jelena Mizel
Johanna Barkowsky
Johanna Neumann
Johanna Nolte
Johannes Petersen
Jonas Hoffmann
Judith Ernst
Judith Wilhelm
Jule + Micha Mai
Julia Dibbern
Julia Michael
Julia Rossmaier
Julia Talk
Juliane Patzke
Julien Scheitler
Kai Hellmich
Karin Lück
Karoline Graf
Karsten Fries
Katharina Adams
Katharina Fichtner
Kathrin Sinschek
Katja Vittinghoff
Katja Wagner
Katrin Bosse
Katrin Körber-Renzel
Kirsten Segler
Kirstin Heidler
Klara Schulke
Klaus Serda
Laura Gievers
Lydia Yoga
Lynn Friedland
Ma’iingan
Maike Bleckwendt
Manuel Sobiella
Manuela Piermaier-Klein
Mareia Claudia Lange
Margit
margret
Maria Steenpass
Mariangela Ebhodaghe
Marion Wille
Markus Maurer
Markus Stürmann
Marlena Sang
Martin Hanke
Martin Novotny
Martin Solleder
Matthias Balk
Matthias Blass
Matthias Kitzmann
Matthias Ranner
merlin poser
Michael Banuat
Michael Fritsch
Michael KUHN
Michael KUHN
Michael Schreyner
Michael Wanger
Michael Worseg
Miriam Schulz
Monika Karwath
Monika Temmel
Myriam Kentrup
Nadine Albrecht
Natalie Amon
Nathalie Marcinkowski
Netzwerk Naturverbindung Berlin Brandenburg und Sobonfu-Dorf
Niclas Ulitzka
Nicola Haarpaintner
Nicole Kahrs
Nicole Rautenstrauch
nina ke
Noema suchant
NWS Wildegg
Oliver Karolius
Oliver Neumaier
Pamela Hölzl
Patricia Taterra
Peter Pertl
Petra Erdenkind
Philipp Zehnder
Rainer Besser
Rainer Burckhardt
Rasmus Oo
Rebecca Jurisch
Regina Paul
Reiner Lensch
Rena Behnke
renata mierzejewska
René Seubert
riess dolores
Rike Gez
Sabine Barkowsky
Sabine Huber
Sabine Lupus
Sabine Müller
Sabine Schreiber
Sabrina Blaesing
Sam Wittich
Samuel Remy
Sarah Daum
Sarah Heinlein
Sarah Holzgreve
Satyen Simrat
Sigrid Konkel
Silvia Gegenfurtner
Silvia W.
Simon Meyer
Simone Roters
Sina Behrendt
Sina Kottmann
Sommer Hauke
Sophia Ruhs
Sprick Theo
Stefan Pawel
Steffi Maltzahn
Stephan Nagel
Susanne Salaschek
sylvia ahlheim
Sylvia Fritz
Tanne Heer
Teresa Mausbach
Thomas Rietschel
Thomas Schwarz
Thomas Wree
Thoralf Rumswinkel
Ulrike Hartmann
Ulrike Klammer
Unmada Kindel
urs andres
Urwild Natur- und Wildnisschule
Ute Solf
Ute Tschaeschel
Vanessa Puschmann
Vanessa Puschmann
Verena Platte
Veronika Eilbacher
Viktoria Z.
Vincent Karwath
Volker Otterbach
Waldwerk Akademie – Lars Rudolph
Walter Mahnert
Wildnisfamilie Hollerbuschleute
Wildnisschule Berlin
Wildnisschule Hoher Fläming
Wildnisschule Weltenwandler
Wildnisschule Wildeshausen
Wildnisschule Wildniswissen
Wolfgang Stangl
Wolfram Kugelstadt

sowie:

Klara-Marie Schulke
Heinz Zinke
Judith Ernst
Florian Rottenkolber
Dirk Bayer
Lebensfreude und Gesundheit e.V.

Britta Mahlke
Luellin Bienert
Claudia Hornik und Martin Fürst
Beate Roch
Robert Ebbingshaus
Christoph und Heike Arneth
Kati Sinhuber
Anke Casper-Jürgens
Janina Hunke
Jochen Schilk


Peace & Permaculture – regeneratives Gestalten für eine Welt in Frieden

Warren Brush erzählt in seinem Vortrag bei der Internationalen Permaculture Convergence in Jordanien im September 2011 über seine Erfahrungen an der Schnittstelle von Peacemaking, Permakultur, naturverbundener indigener Lebensweise und den Auswirkungen all dessen für ein Ende des Bürgerkriegs in Liberia.

 

 

Warren Brush kannst du hier bei uns erleben:

 

Warren BrushWorkshop Peace & Permaculture im August 2016

 

permaculture-7Permakultur-Design-Zertifikats-Kurs 2017


Aus der Verbindung zum Land…

…erwächst die Zukunft

In diesem Film erzählt Mark Morey während eines Musik-Camps in den USA die Geschichte vom irischen Lied “Come by the Hills”, und wie er es von dem irischen Maurer und Liedersammler Gerry Brady gelernt hat, den einige von euch vielleicht bei den Workshops mit Jon Young hier in Deutschland kennenlernen konnten. Die Melodie ist eine irische Volksweise, der Text wurde in den 60er Jahren vom schottischen Liedermacher W. Gordon Smith geschrieben.

Mark Morey sagt im Film: “Ich war in England und hab dort einen Mann aus Irland getroffen, Gerry Brady, ein 70jähriger pensionierter Maurer, der hunderte mündlich überlieferte Lieder kannte. Ich erzählte ihm, dass wir dort seien um den Kindern ihre Verbindung zur Natur zurück zu geben, damit die Kultur von diesem zentralen Ort aus wieder neu erschafft werden könne.

Gerry antwortete, dass er genau wüsste was ich meine, und das dasselbe in ihrer Kultur auch gerade passieren würde. Dass dieselben Dinge, deren Zerstörung eine gesamte Kultur zerstören könnten, in ihrem Wiederauftauchen, auch die Kultur zurückzubringen vermochten. Denn in Irland waren im Jahr 1665 tausende von traditionellen Harfen verbrannt worden, deshalb hätten sie nun eine Harfe auf der Rückseite einiger ihrer Geldmünzen. Ich weiß eine Mission des Fiddle-Camps ist es, die Musik zurück zu holen, dass sie sich durch die Zeit weiter bewegen kann. Gerry sagte zu mir, du musst dieses Lied lernen. Es geht dabei darum, wieder in die Landschaft zu gehen, den Liedern der Bäume und des Windes zu lauschen, und von diesem Ort aus, die Zukunft zu erschaffen.”

 


Permakultur – ein genialer Lösungsweg

Dieses Interview wurde am 04.Juli 2013 von by Leslee Goodmann vom Moon Magazine geführt und in der Originalsprache auf der Webseite des Permaculture Research Institute unter dem Titel “The Permaculture Solution” veröffentlicht. (Hervorhebungen im Text dr. den Übersetzer.) 

Warren Brush ist zertifizierter Permakultur-Designer und Lehrer,  Mentor und Geschichtenerzähler.

Warren hat diverse Permakultur-Projekte mitbegründet, deren Entwicklung er bis heute unterstützt und begleitet, beispielsweise das Permakultur-Modell-Projekt “Quail Springs”, wo Permakultur erlebt und gelernt werden kann. Menschen aus aller Welt besuchen hier Kurse und können intensiv in die angewandten Prinzipien und Methoden der Permakultur eintauchen. Dabei geht es nicht nur um den Anbau von einer großen Menge und Vielfalt an Nahrungsmitteln, sondern auch um natürliche Bau-Methoden und um die Grundlagen eines ganz einfachen Lebens mit der Natur, beispielsweise durchs Sammeln von Wildpflanzen, respektvolle und achtsame Formen der Jagd,  die Herstellung von Leder, die Verarbeitung von Pflanzenfasern und das Korbflechten. 

Vor dem Aufbau von Quail Springs leitete Warren gemeinsam mit seiner Frau Cyndi Harvan das Wilderness Youth Project, ein Naturverbindungsprogramm in dem obdachlose Jugendliche und Kinder aus einer Vielfalt von sozialen, ökonomischen und ethnischen Hintergründen gemeinsam raus in die Natur gehen, den Spuren von Tieren folgen, Unterschlüpfe bauen, Feuer hüten und aktiv dazu beitragen, die Biodiversität und Vitalität der Landschaft zu stärken.  

Warren Brush wird als Designer und Lehrer zu den “Top 10” der Permakultur weltweit geschätzt. Im August 2016 und Frühjahr 2017 wird er hier bei uns zu Gast sein. 

Leslee Goodmann: Dir wird die Aussage zugeschrieben, dass Permakultur schon jetzt mehr Menschen mit Lebensmitteln versorgt, als sämtliche Hilfsprogramme der Welt zusammen. Eine bemerkenswerte Behauptung – bitte erzähle uns mehr darüber.

Warren Brush: Dieses Zitat stammt eigentlich von Geoff Lawton, vom Permaculture Research Institute (PRI) in Australien, einer Organisation die von Bill Mollison aufgebaut wurde, den man oft den “Vater der Permakultur” nennt. Lawton hat dies vor vier Jahren gesagt, also 2009, und die Aussage basierte auf den Forschungen des PRIs. Ich finde es ist eine erstaunliche Behauptung. Rund um die Erde haben fast 2,5 Millionen Menschen den Permakultur-Design-Kurs absolviert, ein 72stündiger Kurs der die grundlegenden Methoden der Permakultur vermittelt. Dabei geht es um bewusstes Gestalten mit der Natur, um dadurch hochgradig effiziente und stabile Systeme zu erschaffen.

Für mich ist die Aussage glaubwürdig, denn indem wir natürliche Systeme nachahmen, statt der Monokultur-Systeme der industriellen Landwirtschaft an die wir gewohnt sind, können wir bis zu zehn mal so viel Nährwert pro Quadrat-Fuß (= 33*33 cm) erhalten. Wenn du beispielsweise essbare Pflanzen in verschiedenen Schichten übereinander anbaust, wie wir es in einem Wald beobachten können – oder wenn du selbst nur ein Hochbeet anlegst – erzielst du eine zehn mal höhere Produktivität, als es in der konventionellen Monokultur-Landwirtschaft möglich ist. Und gleichzeitig erzeugst du auch mehr Muttererde, du nutzt Abfälle vor Ort, du schenkst für das Ökosystem wertvolle ökologische Dienstleistungen, die natürliche Vorgänge imitieren – vieles was das Monokultur-System überhaupt nicht leistet. In der Natur kannst du keine Monokulturen finden. In der Natur kannst du Vielfalt finden.

Leslee Goodmann: Warum denkst du ist die industrielle Landwirtschaft dann noch nicht auf den Permakultur-Zug aufgesprungen?

Brush: Weil Permakultur eine dezentralisierende Bewegung ist. Im großen Maßstab kann sie nicht stattfinden, ohne viele Menschen mit einzubeziehen. Dies ist eine komplett andere Art und Weise des Landbaus, die eher so aussieht wie die Landwirtschaft der Vergangenheit, als es noch Verbände von Klein-Bauern gab. Statt einem Bauern der 5.000 Morgen Land bewirtschaftet, gibt es in der Permakultur 1.000 Menschen, von denen jeder fünf Morgen bewirtschaftet. Dies ist eine viel stabilere Art und Weise um Lebensmittel anzubauen – in erster Linie für die Menschen und nicht so stark profitorientiert.

Es gibt dennoch eine Reihe von kommerziell tätigen Landwirtschaftsbetrieben, die die Permakultur für sich entdecken und in ihr Anregungen dafür finden, wie sie ihre Effizienz und damit auch ihre Erträge steigern können. Man schätzt, dass die modernen landwirtschaftlichen Systeme zehn Kalorien Energie dafür verwenden, eine Kalorie Nahrung zu erzeugen. Das ist überhaupt nicht nachhaltig. Ja, wir produzieren riesige Mengen von Lebensmitteln, aber wir graben uns selbst unsere natürlichen Ressourcen ab, um dies zu erreichen. Unser Kalorien-Speicher wird irgendwann ausgeschöpft sein. Die Geschwindigkeit in der wir unsere Energiereserven auffressen ist gewaltig. (…)

Viele Menschen die Landwirtschaft im großen Stil betreiben stellen fest, dass sie zunächst hohe Erträge erzielen können, aber wenn mit der Zeit die Erde erschöpft ist, müssen sie mehr und mehr Drucker, Pestizide, vorbehandeltes Saatgut und so weiter kaufen, von kommerziellen Anbietern. Wären sie dem freien Markt überlassen, müssten sie ohne Subventionen von der Regierung auskommen und würde überhaupt keinen Profit erwirtschaften – also würden sie ihren Anbau auch nicht auf diese Weise betreiben. Ein großer Teil der modernen Landwirtschaft kann nur überleben, weil die Regierungen Subventionen zahlen. In den USA und in anderen Ländern gibt es mittlerweile aber auch viele Höfe, die sich dringend einen Wandel wünschen. Bei uns melden sich viele Bauern, die sich von der gewaltigen Menge an Energie befreien wollen, für die sie bezahlen müssen. Der einzige Weg eine überschaubares profitables System zu erzeugen, ist es, sich so nah am Vorbild der Natur zu orientieren, wie möglich. Nur wenn du gegen die Natur arbeitest, kostet es Energie – die letztendlich Geld kostet.

Dies gilt nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für Stadtplanung, Architektur, Wassermanagement-Systeme, alles. Schau dir Las Vegas an. Die ganze Stadt kann nur mit riesigen Energie-Mengen überleben, die von außen eingebracht werden müssen. Das fossil gewordenene Sonnenlicht in Form von Erdöl wird dazu genutzt, Wasser herbeizuschaffen, die Gebäude zu kühlen, die Lampen mit Strom zu versorgen, das Essen und alles was die Menschen dort brauchen, anliefern zu lassen. Es ist ein Energie-Fresser, aufgrund von schlechter Gestaltung.

Leslee Goodmann: Ich dachte die Grüne Revolution hat die Hoffnung gebracht, dass damit alle Menschen auf der Erde ernährt werden könnten. Was ist passiert? Stimmt es nicht, dass die industrialisierte Landwirtschaft der Grund dafür ist, dass nur zwei Prozent der US-Amerikaner Bauern sein müssen und 220 Millionen von uns mit Nahrungsmitteln versorgen können…und noch Nahrungsmittel an andere Länder exportieren? Kann Permakultur diesem Produktivitäts-Level etwas entgegensetzen?

Brush: Bedenke den gesamten ökologischen Fußabdruck der sogenannten Grünen Revolution. Sie ist gar nicht “grün”! Die Produktivität dieser industrialisierten Landwirtschaft ist nicht nachhaltig. Die UN Kommission hat eine Studie zu den Auswirkungen der Grünen Revolution in Afrika durchgeführt. Dabei waren 27 führende Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beteiligt – Landwirtschaft, Gewässerkunde, Bodenwissenschaften, Soziologie, Ökologie – und die Ergebnisse wurden veröffentlicht in einem Dokument mit dem Titel “Die Grüne Revolution ist in Afrika gescheitert”. Der Bericht beschrieb wie die Grüne Revolution zentralisierte Systeme der Nahrungsmittelerzeugung erschuf, die extrem anfällig sind für jede Art von Störung. Sie erzeugte eine größere Ungleichheit zwischen Arm und Reich. Sie hat gesamte Kulturen destabilisiert, in denen die Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihr eigenes Essen anbauen können, und das neue System erzeugt oft nicht ausreichend Nahrung für alle. Und dieses System haben wir in die ganze Welt gebracht.

Dazu kommt noch, dass viele der im konventionellen System erzeugten Kalorien leere Kalorien sind – sie füllen den Magen, aber sie nähren nicht wirklich. Viel mehr sind darin sogar Gifte und andere Bestandteile zu finden, mit denen der Körper gar nicht umgehen kann, so dass in unseren Fettzellen Biozide nachgewiesen werden können. (…)

Und zusätzlich verbrauchen wir für jede Kalorie zehnmal so viel Energie. Wir haben in etwa 250 Millionen Jahre fossilen Sonnenlichts in den letzten 50 Jahren verbraucht – in Form von fossilen Brennstoffen. Wir können so nicht weitermachen. Mit jedem Fass Erdöl verbrauchen wir 98 Tonnen Pflanzenmaterial, die nur über Millionen von Jahren unter hohem Druck und großer Hitze zu Öl und damit haltbar gemachter Sonnenenergie werden konnten. Alle unsere Systeme – Energieversorgung, Herstellung von Gegenständen, Transport, Landwirtschaft, wir wir uns von A nach B bewegen – basieren auf diesen hochgradig verdichtetem Sonnenlicht. Es ist eine endliche Ressource.

Nachhaltige Systeme funktionieren auf Grundlage von “Sonnenlicht in Echtzeit”. Eigentlich ist dass eine Definition von Nachhaltigkeit: die Energiebedürfnisse der menschlichen Siedlungen – und vielleicht sogar noch etwas mehr – mit in Echtzeit verfügbarem Sonnenlicht stillen zu können. […]

Ich glaube wirklich fest daran, dass die mit der westlichen Kultur einhergehende Zerstörung unserer Lebensmittelversorgung – durch die wir die genetische Vielfalt unserer Nahrungsmittel eingebüßt haben, und die ortsbezogene Verbindung mit der Landschaft verloren habe – auch mitverantwortlich ist für Niedergeschlagenheit, Verzweiflung und das Gefühl zutiefst unbefriedigt zu sein, das so viele Menschen im Innern empfinden.

Im Kreis Santa Barbara werden 98 Prozent der Lebensmittelgelder außerhalb des Landkreises ausgegeben. Und auch 96 Prozent der hier angebauten Nahrungsmittel verlassen den Landkreis. Wir haben also diese riesigen Kosten aufgrund des Energieverbrauchs, all diese Sachen hin und her zu fahren. Das bedeutet auch, dass wir über kein System für eine stabile, gesicherte Lebensmittelversorgung hier verfügen. Wenn die Benzinpreise steigen, die LKW-Fahrer streiken, die Autobahn gesperrt wird – wird unsere Lebensmittelversorgung unterbrochen. Und wir haben auch keine lokale Ess-Kultur mehr in diesem Land. Die Kultur wurde früher aus dem Land entwickelt, es beeinflusste unser Essen, unsere Baukunst, unsere Art und Weise sich zu kleiden und was für Musik wir machten – all dies hatte seinen Ursprung in der Landschaft. (…)

Leslee Goodmann: Du hast verschiedene Probleme der industrialisierten Landwirtschaft benannt, gleichzeitig versorgt sie de facto die meisten von uns. Kannst du ein paar konkrete Probleme noch etwas spezifischer benennen?

Warren Brush: (…) Ein anderes grundlegendes Problem betrifft die Grundlage allen Pflanzenbaus überhaupt – den Boden. Unser Boden wird messbar zerstört, wo auch immer die gegenwärtigen Praktiken der industriellen Landwirtschaft angewandt werden. Wir verlieren dadurch fruchtbares Land, obwohl die Bevölkerungszahlen wachsen. Wir verlieren Mutterboden, wir verlieren die Nährstoffe im Boden. Die Bauern müssen mehr und mehr Düngemittel und Pestizide einsetzen, um dieselben Erträge zu erzielen.

Landwirtschaftliche Praxis muss stattdessen Mutterboden vermehren, sonst wird sie nicht überdauern können. Je mehr Biozide und chemische Dünger man hinzufügt, desto stärker wird die Lebensgemeinschaft im Boden beeinträchtigt – und deren Vermögen, die Pflanzen und letztendlich damit auch den Menschen zu unterstützen. Landwirtschaft ist abhängig von den Kleinstlebewesen im Boden, es besteht eigentlich ein untrennbares Netzwerk aus Erde und Nahrungsmitteln, das von der modernen Landwirtschaft nicht respektiert wird, sondern vielmehr zerstört.

Ein drittes Problem ist das Pflügen. Pflügen zerstört die Mikrobiologie des Bodens. Pflügen im großen Maßstab ist in Nordeuropa entwickelt worden, in einem spezifischen gemäßigten Klima, wo tausende von Jahren Wald dazu geführt haben, dass es Flächen mit sehr tiefem fruchtbaren Boden gibt. Diese Geschichte und dieses Mikroklima existiert an vielen Orten auf der Erde nicht, aber die Bewirtschaftungsweise haben wir auch in die Tropen oder in trockene Klimata, wo natürlicherweise Steppe war übertragen. Die Erde dort verträgt die Bearbeitungsweise aber nicht. Hier ist das Pflügen ein Eingriff, der die gesamte Mikrobiologie des Bodens zerstört, die die Natur dann wiederherzustellen versucht.

Moderne Landwirtschaft basiert außerdem darauf, dass Lebensmittel über weite Strecken transportiert werden. Wo es Monokulturen gibt, gibt es auch einen enormen Export von Lebensmitteln raus aus den Regionen. Bauern in den gesamten USA kaufen ihr Essen im Supermarkt ein, weil sie nicht nur das essen können, was sie selbst anbauen. Manche landwirtschaftlichen Regionen produzieren beispielsweise nichts als Knoblauch oder Karrotten. Es ist eine verrückte Zeit in der wir leben! Und sie ist so instabil. Die Grüne Revolution hat nicht nur unsere Ökosysteme destabilisiert, sondern auch unsere Wirtschaft, unsere Kultur, unser Verständnis davon, wie man Nahrung anbauen kann.

Wenn Sie sagen, dass heute nur 2 Prozent der Bevölkerung Nahrungsmittel anbauen muss – als ob es etwas Schlechtes wäre, Nahrungsmittel anzubauen – dann ist das für mich ein schlimmes Zeichen. Wenn Menschen die Lebensmittel anbauen als weniger wert angesehen werden als die die anderes tun, dann stimmt etwas mit unseren Prioritäten nicht. Jede Kultur der Welt war vollkommen verwoben mit ihrem System des Nahrungsanbaus. Das Anbauen von Lebensmitteln wurde zu einem Kern ihrer Kultur. Die Menschen heute sind davon so abgetrennt, sie wissen nicht mehr, wie sie das gewinnen können, was die Grundlage ihrer Existenz ist. Sie sind so abgetrennt von den Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen auf die Umwelt, ihren eigenen Planeten, dass sie nicht sehen, wie viele Narben sie überall auf der Welt hinterlassen. In den USA sehen wir nicht, wie viele Menschen weltweit leiden, weil wir immer noch deren Ressourcen ausbeuten, um unseren Lebensstil zu erhalten.

(…) Wir verlieren durch die Art und Weise in der wir die Dinge tun auch viel Schönheit. Ich glaube dass ein Sinn für Schönheit und Verbindung etwas ist, nach dem viele Menschen in den USA hungern. (…) In der Permakultur beobachten wir die Landschaft wie Fährtenleser. Wir schauen beständig auf die Auswirkungen von allem, um herauszufinden, was gelingt und was nicht, und dann Anpassungen vorzunehmen. Dies erfordert eine ganzheitliche Art des Hinschauens. Wenn man Landwirtschaft getrennt von der Wasserversorgung und dem Abwasser betrachtet, von der Beschaffenheit und Struktur des Wohnraums, vom Transport, den umliegenden Wäldern und wild belassenen Gebieten, dann arbeitet man zumeist gegen die Natur, statt mit ihr.

Die lineare, isolierte Denkweise ist das, was so viel Zerstörung für die Erde bringt. In der Natur läuft alles in Kreisen, alles ist miteinander verbunden. Wir können Dinge verändern, wir können die Menschen versorgen auf eine Weise die für die Erde eher Wiederherstellung und Ausgleich bietet als sie weiter zu zerstören. Was wir dafür brauchen sind viele viele Menschen, die selber Gärten anlegen, die beginnen ihre Lebensmittel lokal einzukaufen und die eine Beziehung zu denjenigen Menschen aufbauen, von denen sie die Nahrung beziehen, die sie in ihren Gärten selbst nicht anbauen.

Wir sind heute Zeugen einer Rückbesinnung auf das, was um uns herum vor Ort geschieht. Wir können es in der Slow-Food Bewegung erkennen, in der Slow Money Bewegung, in der Transition Town Bewegung, im ökologischen Bauen das von lokalen Gemeinschaften getragen wird. Darin liegt viel Schönheit! Ich glaube dass wir als Menschen von Natur aus Gemeinschafts-Wesen sind. Wir haben uns über tausende von Jahren als Dorf-Bewohner entwickelt. Eine Ursache für Depression heute ist das Ergebnis des Isoliertseins und “unabhängig” seins, und dass wir letztendlich vergeblich probieren uns aus dem Massenkonsum das zu holen, was wir nur aus dem Land und der Gemeinschaft um uns herum empfangen können, die uns und die zukünftigen Generationen unterstützen. Dies ist nicht nur philosophisch betrachtet wahr, sondern auch auf einer sehr praktischen Ebene.

Wenn du für deine Familie und deine Gemeinschaft Stabilität und Resilienz möchtest, brauchst du ein vielfältiges, lokal basiertes Ernährungssystem. […] Permakultur kann dies ermöglichen – und der Grund warum es Erfolg hat ist, dass wir eine Graswurzelbewegung ohne Anführer sind. […] Wir sind einfach eine Sammlung von ethischen Grundsätzen und Prinzipien, die unsere Gestaltungsarbeit rund um die Welt leiten. Wo auch immer diese Gestaltungsprinzipien landen – ob in einem Dorf im Norden Liberias oder in einem Einfamilienhaus-Garten in Beverly Hills – sie erschaffen Schönheit im Einklang mit der Natur.

Können diese Gestaltungsprinzipien die Welt ernähren? Ja! Aber es wird anders aussehen als das Modell, das wir gegenwärtig um uns herum sehen. Es ist wie Einstein sagte: “Man kann kein Problem auf dieselbe Denkweise lösen, die zu seinem Entstehen geführt hat.” Wir brauchen einen Bewusstseinswandel – und ich glaube dass das kreative Gestalten ein Weg dahin ist, weil es endlos viele Möglichkeiten bietet. Es gibt nicht nur einen Weg – jede Situation braucht ihre ganz eigene Lösung.

Aus diesem Grund kommen so viele junge Menschen zu uns nach Quail Springs. Sie wissen intuitiv, mit ihrem gesamten Körper, dass die Art und Weise wie wir leben nicht richtig ist, und sie wollen einen anderen Weg finden. Und in Wahrheit werden zwar die Probleme der Welt immer komplexer, aber die Lösungen sind ganz einfach.

Leslee Goodmann: Was sind denn die Ethik und die Prinzipien der Permakultur?

Warren Brush: Ganz einfach gesagt ist Permakultur eine Gestaltungswissenschaft, die einen im Einklang Sein des gestalteten Systems mit dem umgebenden natürlichen System bewirkt. Die ethischen Grundlagen und Prinzipien leiten den Gestaltungsprozess.

Wenn man beispielsweise an ein Obstplantage denkt. Menschen pflanzen einen einzelnen Obstbaum nach dem anderen, in langen Reihen, mit so und so vielen Metern Abstand und nichts – außer vielleicht Gras – dazwischen. Dies ist in der modernen Landwirtschaft die verbreitete Methode, aber in der Natur gibt es das so nicht. Was wir in der Natur entdecken können sind Wälder mit vielen verschiedenen Baumarten und anderen Pflanzen, die in unterschiedlichen Schichten wachsen: Wurzelschicht, die Geheimagenten-Schicht –Pilze, Bakterien und Insekten – Krautschicht, niedrig wachsende Gehölze, mittelgroße Gehölze und die Gehölze der obersten Schicht. Mancherorts gibt es Pflanzen die nur zu bestimmten Jahreszeiten zu sehen sind und zusätzlich haben wir in natürlichen Waldsystemen noch Kletterpflanzen, Tiere und ein unglaublich vielfältiges und integriertes Muster, das die Natur immer und immer wieder neu erschafft.

Nun finden wir in der Natur kaum Wälder wo das menschliche Bedürfnis nach uns wohlschmeckender Nahrung voll und ganz berücksichtigt ist, aber in der Permakultur geht es ja gerade darum, die Muster der Natur nachzuahmen auf eine Weise, die die Bedürfnisse menschlicher Siedlungen stillen kann. Wir gestalten also unser Nahrungssystem angewandt auf menschliche Bedürfnisse nach Essen, Schmausen und Leckereien. Es überrascht nicht, dass es eine lange Geschichte für menschlich angelegte Waldgärten gibt – in Asien, bei den Mayas und in Marokko – hier kann man tausendjährige Waldgärten finden. Auch hier in Quail Springs hegen wir einen eigenen kleinen Waldgarten.

Als wir ihn damals anlegten waren wir uns nicht sicher, denn wir empfanden es als Widerspruch gegen alles was uns beigebracht worden war. Wir pflanzten ihn und ahmten den Sukzessions-Prozess nach, der in der Natur abläuft wann immer ein Wald entsteht. Manche Pflanzen waren dabei wie Pioniere, die den Standort für die nachfolgenden Pflanzen vorbereiten, so dass mit der Zeit ein Wald entstehen konnte, der voller Nahrungspflanzen für Menschen war.

Hier bei uns ist die Umgebung sehr besonders, weil wir mitten in einer Trockenzone leben, wo pro Jahr nur 15 Zentimeter Niederschlag fällt. Wir leben also in einem Gebiet wo das Pflanzenwachstum sehr langsam stattfindet. Wir haben alles mögliche hier gepflanzt: Wurzelgemüse, niedrig wachsende Minze und Kräuter trockener Standorte, mittelhohe Artischocken, höher aufwachsenden Holunder, Datura und viele verschiedene einheimische Pflanzen, mittelhohes Steinobst –Pflaumen und Aprikosen – dazu Äpfel und Jujubes. Dann haben wir hoch aufwachsende Bäume hingesetzt, die den Stickstoff im Boden fixieren können, die außerdem den Pflanzen darunter Schatten spenden, um die Hitze auszugleichen, die hier herrscht. Diese Schicht enthielt Pflanzenarten wie die Robinie, die wir immer wieder völlig zurückschneiden (Kurzumtrieb), so dass sie neu austreiben. Wir haben auch eine Art schnellwachsender trockenheitsresistenter Pappel, deren Blätter dabei helfen, den Boden anzureichern. Unser gesamtes System zielt darauf ab, mehr Mutterboden zu erzeugen, während wir Essen anbauen, und indem unser Waldgarten heranwächst, erzeugen wir dadurch ein Mikroklima, dass eine wachsende Vielfalt von Pflanzen unterstützt. Es ist ein Teil der langfristigen Strategie, der in Verbindung mit unserem unmittelbar produktiven Nahrungsmittelanbau verknüpft ist.

Ein Universitäts-Professor hat uns besucht und nachdem er sich angeschaut hatte, was wir so machen, meinte er: “Ihr müsst die Hälfte dieser Pflanzen rausreißen, weil dieser Aprikosenbaum hier so überhaupt keine Chance hat, seine Wuchshöhe und Ertragspotential zu erreichen, und ihr werdet im Ergebnis weniger Aprikosen ernten können.”

Aber für das Waldgärtnern nutzen wir eine völlig andere Herangehensweise. Wir sagen: “Ja, Sie haben recht, wir werden weniger Aprikosen ernten. Aber innerhalb desselben dreidimensionalen Raumes, in dem der Aprikosenbaum wächst, haben wir zudem zwanzig oder mehr Tiere und Pflanzen die zusätzlich eine große Vielfalt an Nahrungsmitteln darstellen – und deshalb haben wir insgesamt einen zehnmal so großen Nährwert erreicht.”

Zufällig war in der folgenden Woche einer der weltweit besten Berater für Waldgarten-Systeme hier bei uns. Er schaute sich unseren Baby-Waldgarten an, schüttelte den Kopf und sagte: “Ihr müsst doppelt so viele Pflanzen reinbringen.” Das ist der Permakultur-Ansatz. :-)

Und das ist nur ein Aspekt davon. Der nächste könnte sein, darüber nachzudenken, wie meine menschlichen Abfälle auf so eine Weise gehandhabt werden könnten, dass sie zum Gelingen des Gesamtsystems beitragen? Wir entschlossen uns beispielweise dafür, eine Obstgarten-Toilette einzurichten, eine bewegliche Toilette, mit der ein Teil der Ausscheidungen zurück in die Erde gebracht werden konnten. Dann wurde uns klar, dass wir Krankheiten und Schädlinge bekämpfen könnten, indem wir unsere Hühner, Puten und Enten in den Obstgarten ließen. Sie fraßen nicht nur die Insekten, sondern sie düngten auch den Boden. Außerdem mussten wir ihnen dank der vielen Insekten die sie dort fraßen weniger Futter geben.

Ich möchte eines gern noch betonen: Permakultur ist keine Gartenbaumethode oder landwirtschaftliche Technologie. Es ist ein Gestaltungsansatz – den wir in diesem Fall in einem landbaulichen Kontext anwendeten. Aber man kann ihn auf alles anwenden – Gebäude, Abfallbeseitigung, Wassergewinnung. Ich glaube dass Menschen dies leicht verwechseln. Sie sagen dann vielleicht sowas wie: “Sollte ich einen Biogarten anlegen oder einen Permakultur-Garten?” Dabei kann biologischer Gartenbau ein Teil davon sein, auch biologisch-dynamischer Gartenbau.

Leslee Goodmann: Könnt ihr euch selbst versorgen mit der Arbeit auf eurem Land? Wie viele Menschen leben in Quail Springs?

Warren Brush: Im Moment erzeugen wir etwa 80 Prozent unserer Lebensmittel für die dauerhaft hier wohnenden Menschen selbst – das sind etwa 17 bis 20 Personen. Es schwankt ein bisschen, weil viele von uns oft unterwegs auf Reisen sind. Zu bedenken ist dabei auch, dass der Waldgarten ja vor allem eine Investition in zukünftige Nahrungsmittelerzeugung bedeutet. Wir haben außerdem einen eher klassischen Garten, der Nahrung für unsere unmittelbaren Nahrungsbedürfnisse bereitstellt.

Unser Projekt steckt immer noch in den Kinderschuhen. Quail Springs ist vor neun Jahren gegründet worden, und wir arbeiten mit einem Gestaltungsplan der 200 Jahre Entwicklung beeinhaltet und letztendlich sogar auf eintausend Jahre ausgerichtet ist: Wie können wir jetzt für uns genug Ertrag erwirtschaften, während wir gleichzeitig genügend Mutterboden aufbauen und die Produktivität des Landes für die zukünftigen Generationen erhöhen?

Etwas das wir außerdem noch machen, was für uns eine wirklich große Sache ist, ist das Verjüngen unserer Quellen, von denen die meisten Menschen der Überzeugung waren, sie wären ausgetrocknet. Das Cuyama Tal war entwaldet und bis zur Erschöpfung beweidet worden, als wir hier ankamen, und die tiefen Brunnen hatten den Grundwasserspiegel abgesenkt. Im Ergebnis sind die meisten Quellen, ebenso wie der Fluss vollständig ausgetrocknet gewesen. Unsere Quelle war vor neun Jahren nur noch ein Tröpfeln, und das auch nur noch nachts, wenn die Bäume nicht transpirierten. Jetzt gewinnen wir daraus 230 Liter pro Minute.

Leslee Goodmann: Wow! Wie habt ihr das geschafft?

Warren Brush: Wir haben unterschiedliche Sachen gemacht. Ein Punkt war intensives Bepflanzen. Viele Menschen entwalden den Uferbereich von Fließgewässern, weil sie der Meinung sind, dass die Bäume das gesamte Wasser aufsaugen würden. Wir haben das Gegenteil getan: wir haben ihn bepflanzt. Wir haben auch viele Erdarbeiten durchgeführt um das Wasser ins Fließen zu bringen, es zu verteilen und versickern zu lassen. Wir haben eine Gabionen-System errichtet (=Körbe aus Steinen oder Geröll, die Wasser leichter versickern lassen, Anm. d. Übers.). Wir haben die Rinder aus der Landschaft herausgenommen, die dort seit über hundert Jahren gegrast hatten, so dass das Land wieder viel stärker bewachsen sein konnte. Und es gibt noch viel mehr zu erzählen, was einen Einfluss darauf hatte. Unter dem Strich kann man sagen, dass wir durch eine ganze Vielfalt von interessanten Management-Praktiken die auf die Wiederbelebung des gesamten Wassereinzugsgebietes ausgerichtet waren, geschafft haben, unsere Quellen wieder zum Fließen zu bringen, sogar trotz der schweren Dürre-Perioden, die sich im Süden Kaliforniens gegenwärtig ereignen.

Das Wiederbeleben von Quellen ist eins der Probleme, weswegen ich am häufigsten zu Rate gezogen werde. Die meisten Probleme dabei sind oft politischer Natur. Wir verstehen den wissenschaftlichen Hintergrund und die Methodologie; was öfter fehlt ist ein Mangel an politischem Willen für die Umsetzung.

Leslee Goodmann: Inwiefern?

Warren Brush: Politische Hoheitsrechte und der Wunsch nach Profit stehen den notwendigen Veränderungen im Weg. Nehmen wir an du wohnst am Victoria See in Kenia. Die Berghänge aus denen alle Quellen kamen waren früher gemeinschaftliches Land, das zum Wohlergehen des gesamten Stammes gehegt wurde. Als die Bevölkerung das westliche System von Landbesitz übernahm, wurde das Wasser nicht länger im Interesse des Gemeinwohls gemanagt. Die Leute verkauften ihr Land, entwaldeten es, und alle außer einigen wenigen Quellen trockneten aus – und diese wenigen schenken auch nur noch einen Bruchteil des einstmals fließenden Wassers. Es kann also keine Lösung dafür umgesetzt werden, ohne dass die Landbesitzer dem zustimmen.

Hier in Quail Springs sind wir das äußerste Privatgelände innerhalb einer bestimmten Schlucht im Cuyama Tal, und von drei Seiten umgeben von Staatswald. Es ist eine Ironie, aber wir können in den Wald gehen und Brennholz dort sammeln oder die Flächen überweidet sein lassen – völlig legal – mit einer einfachen schriftlich ausgestellten Erlaubnis. Wenn wir aber in den Wald gehen wollen um dort Wiederherstellungsarbeiten durchzuführen, die die Erosion verlangsamen oder Wiederaufforstung bringen, müssen wir hunderttausende von Dollars ausgeben, um einen Bericht zu erstellen, der die Auswirkungen davon auf die Umwelt prüft. Die Regulationen mit denen wir es zu tun haben wurden zugunsten der Industrie entwickelt. Die Rinder- und Forstwirtschaft sind wie Torhüter für viele Gesetze und Richtlinien, die unsere Wälder betreffen. Wir müssen also wie Ninjas vorgehen und sozusagen im Schutz der Dunkelheit arbeiten, wenn wir dem Land das zum staatlichen Wald gehört etwas Gutes tun wollen.

Ich komme gerade von 18 Kursen in fünf Ländern in Europa zurück, und dort sind sie so viel weiter was das Hegen der Landschaft betrifft. In Deutschland sind Kahlschläge vollständig verboten. Sie haben ein Renaturierungsprogramm für alle Waldflächen, was Menschen dazu ermutigt, kleine begünstigende Maßnahmen für die Wälder durchzuführen. Einer der führenden Forstwirtschaftler in einer meiner Forstwirtschafts-Kurse war hocherfreut darüber, dass vieles was wir vorantreiben wollen, bereits im Forstamt durchgeführt wird. Die USA hängen hinterher – und werden mit katastrophalen Auswirkungen konfrontiert sein, wenn sich dies nicht verändert. Wenn das System an Richtlinien in der Hand derselben Industrie verbleibt, deren Handlungen eigentlich dadurch reguliert werden sollten – deren Ziel es aber ist Profite für einige wenige zu erwirtschaften, egal ob sich dies zum Nachteil für die Umwelt und den Rest der Gesellschaft auswirkt – dann wird das Ergebnis Zerstörung sein. Die Ökosysteme können so nicht erhalten werden. Ich hoffe wirklich, dass die US-Amerikaner aufwachen und eine Kehrtwende vollziehen, denn es ist aufregend, einen Weg hinaus aus dem Dilemma zu entwickeln. Wir wissen wie es geht. Wir brauchen nur den politischen Willen dafür.

Noch ein anderes Beispiel: Nach kalifornischem Recht ist es verboten, ein ungiftiges Haus zu bauen. Wir haben mit jemand zusammengearbeitet, der zum Kommitee des nationalen Ökobau-Rats (national Green Building Council) gehört; wir haben mit dem Kopf der kalifornischen Regionalen Bau Verantwortlichen Assoziation (California County Building Officials Association) zusammengearbeitet. Ich meine, wir haben mit den Top-Leuten des Landes gearbeitet, und auch die konnten uns nicht dabei helfen, wie wir auf legale Weise ein Haus bauen könnten, das frei von Toxinen wäre. Unsere Gesetze sind so formuliert, dass sie die Nutzung hoch industrialisierter, verarbeiteter Materialien vorschreiben, die jede Menge Chemikalien in sich tragen. Auch dies ist etwas, das nicht immer weiter so bleiben kann. Aber keine politische Verwaltung will das Problem angehen. Sie sagen immer nur: “Lassen wir die nächst gewählte Verwaltung sich darum kümmern”, denn sie wissen, was für ein Kampf es werden würde.

Aber die Veränderung wird kommen. Wir können entweder unseren Weg hinaus aus den gegenwärtigen Herausforderungen gestalten, oder der Wandel wird uns in Form von Krisen aufgedrängt werden.

Leslee Goodmann: Dies bringt mich zu einer Frage die ich zu den Permakultur-Prinzipien habe, die auf einer von dir empfohlenen Webseite zu finden sind:  www.permacultureprinciples.com. Eines dieser Prinzipien besagt:  “Der Permakultur-Ansatz setzt den Fokus auf das Positive, die Möglichkeiten die existieren, statt nur auf die Hindernisse zu schauen, sogar in den ausweglosen Situationen”. Warum ist dies so? Mir scheint dass man aufzeigen muss, was die Probleme der heutigen Zeit sind, damit die Menschen erkennen können, was notwendig ist. Wenn ich die Schrecklichkeiten des konventionellen Landbaus nicht kennen würde, warum sollte ich dann damit aufhören es zu unterstützen? Es ist ja viel billiger für mich selbst!

Warren Brush: Wir machen das, damit die Menschen nicht am Ende völlig überfordert sind. Es gibt so viele Anzeichen dafür, dass sich die Dinge ändern müssen; ich glaube nicht, dass die Menschen sich der Probleme nicht bewusst sind. Aber wenn ich die Aufmerksamkeit nur auf die Probleme lenke, ohne eine Lösung anzubieten, fühlen die Menschen sich schnell wie gelähmt. Sie stehen vor einer Wand des Unmöglichen. Sie denken “Mein Gott, die Probleme sind so groß, es gibt nichts, was ich tun könnte.” Deshalb sind wir gefordert, ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen. Wissenschaftler überall auf der Welt präsentieren uns Daten die beweisen, dass die Systeme zusammenbrechen – ökologisch, sozial, kulturell. Dazu kommen noch sich immer mehr auftürmende Daten die wir aus den Geschichten ziehen, beispielsweise über extreme Wetterereignisse. Aber uns nur auf die Probleme zu fokussieren ist wie ein Fitnessprogramm zu absolvieren, wo ich nur Gewichte stemme – meine Muskeln werden immer weiter angespannt. Ich muss sie aber auch dehnen. Ich glaube nämlich es geht um dieselben Muskeln. Wir haben uns selbst in dieses Chaos hinein manövriert, und jetzt wo wir es besser wissen, können wir auch unseren Weg wieder hinaus finden. Wir können die Prozesse bewussten Gestaltens auf die Faktoren und Rahmenbedingungen unseres Lebens so wie es jetzt ist anwenden. Und das glaube ich, ist aufregend!

Ich sage meinen Schülern: “Wisst ihr, wir können die Zeit nicht zurück drehen. Wir wollen auch gar nicht zu etwas zurückkehren, was hinter uns liegt. Was wir wollen ist in eine Zukunft aufzubrechen, die noch nie zuvor existiert hat und gleichzeitig das ehrt, wo wir herkommen. Ich freue mich darauf zu erleben, wie wir indigene Lebensart – Werte wie Nachhaltigkeit und Fürsorge für das Land – hinein weben in die Wissenschaften, die wir heute kennen. Diese Lebensweise ist hochgradig produktiv, hochgradig egalitär, und die Profite bleiben innerhalb der Gemeinschaft – was bedeutet, dass es viel weniger Versklavung durch Verschuldung gibt, von der nur eine winzige Zahl von Menschen profitiert. […] Es geht um eine Art zu Leben, die ein Zuhören erfordert – ein Lauschen darauf, was unsere Berufung ist. Auch der englische Begriff “vocation” geht zurück auf das “rufen” oder “anrufen”(“vocare”), wobei es um ein anrufen unserer eigenen Gabe geht, die wir mit der Welt teilen können – unsere Berufung.

Warren Brush kannst du hier bei uns erleben:

– beim Workshop Peace & Permaculture im August 2016 und

– beim international anerkannten Permakultur-Design-Zertifikats-Kurs (72h-Kurs) im Frühjahr 2017


Storytelling und Was passiert im Gedächtnis wirklich?

 

storytelling

 

Geschichten als eine Hälfte des Wissens

Der Harvard-Professor Marshall Ganz schreibt, wir würden die Welt auf zwei Weisen interpretieren: Analyse und Erzählung. Während es bei der Analyse um Vernunft und Beweise gehe, würden wir unser Verständnis davon, wer wir sind, wohin wir gehen und warum durch Erzählung entwickeln. Erzählungen drückten eher aus, wie wir bestimmten Dingen gegenüber empfinden, als was wir über sie denken. “Die ‘Wahrheit’ einer Geschichte liegt darin, wie sie uns bewegt,” schreibt er. “Diese uralte Form der Interpretation hilft uns dabei, die Frage zu beantworten WARUM wir handeln sollten – was unsere Motivation ist.”

Marshall Ganz unterrichtet ein Fach, dass sich “Public Narrative” nennt – Öffentliches Erzählen. Er beschreibt sein Grundverständnis wie folgt: “Geschichtenerzählen ist handlungsorientiertes Reden – wir übertragen damit unsere Werte direkt in eine Motivation zum Handeln. Eine Geschichte besteht aus nur drei Elementen: die Handlung, die Charaktere und die Moral. Die Auswirkungen der Geschichte hängen vom Rahmen ab: Wer die Geschichte erzählt, wer zuhört, wo diese Menschen sich aufhalten, warum sie dort sind und wann.”

Besondere Bedeutung misst er der eigenen, persönlichen Geschichte bei: Wir würden dabei enthüllen, was für ein Mensch wir sind, was die Quellen unserer Werte sind, auf eine Weise die es anderen ermöglicht, sich damit ein Stück weit zu identifizieren. Je mehr Details aus unserem Leben wir dabei erinnerten, desto mehr könnten wir unser Gegenüber bewegen.

Verbreitete Mythen über das Gedächtnis

Der Begründer der Interpersonalen Neurobiologie Dan Siegel beschreibt in seinem Buch “The Whole Brain Child” zwei weit verbreitete, falsche Annahmen darüber, wie das Erinnern funktioniere:

Mythos #1: Gedächtnis sei wie eine Art Karteikasten im Kopf. Wenn du dich an etwas erinnern willst, bräuchtest du nur den richtigen Hefter im Gehirn hervorzuziehen und die Erinnerung läge vor dir. 

In Wirklichkeit ginge es beim Erinnern vor allem ums Assoziieren, betont Siegel. Das Gehirn sei eine Art “Assoziations-Maschine”, wo etwas Gegenwärtiges wie ein Gedanke, ein Gefühl, ein Geruch oder Bild beständig mit etwas Vergangenem verknüpft würde. Die vergangenen Erlebnisse beeinflussten also andauernd, was und wie wir in der Gegenwart wahrnehmen.

Damit beschreibe der Begriff Gedächtnis an sich eigentlich die Art und Weise in der ein vergangenes Erlebnis sich auf die Gegenwart auswirke. Da jedes Mal wenn Dinge sich gleichzeitig ereignen die dafür stehenden Neuronen gleichzeitig “feuern”, kommt es zu Verbindungen, die aktiviert werden, sobald einer der beiden Reize stattfindet. Wenn ich beispielsweise mehrere Male erlebt habe, dass vor Beginn eines Workshops der Raum geräuchert wird, löst der Geruch von Salbei (oder was auch immer verwendet wurde) in mir ein (vielleicht sogar unbewusstes) “mich innerlich bereit machen” aus, weil mein Gehirn aufgrund der vorherigen Erfahrungen erwartet, dass jetzt gleich etwas losgeht.

Mythos #2: Gedächtnis sei wie eine Art Kopiergerät. Wenn man Erinnerungen abruft würde man eine genaue Reproduktion dessen sehen, was sich in der Vergangenheit ereignet hat. 

Auch hier betont Siegel, dass dies nicht der Realität entspreche. Vielmehr würde man sich zu jedem Zeitpunkt unterschiedlich erinnern. Der Vorgang des daran Erinnerns verändere ein Erlebnis, manchmal leicht, manchmal sogar ganz drastisch. Deshalb gibt eine unserer Ältesten, Julie Langhorne aus Kalifornien, oft den Rat, bei Konflikten nicht zu probieren, Geschehnisse aus der Vergangenheit zu Rate zu ziehen, denn “alle Beteiligten erinnern sich sowieso falsch”.

Oder wie Siegel es nennt: “Die Geschichte die du erzählst, ist weniger eine Abbildung der tatsächlichen Historie, als eine auf der Historie basierende Fiktion.”

Zwei Arten des Erinnerns

Wenn man Autofahren lernt, braucht es eine ganze Weile, bis alle unterschiedlichen Handlungen miteinander koordiniert sind und flüssig ablaufen: Kuppeln, Gas geben, Schalten, Lenken, Blinken, Bremsen, Schalten… erst mit der Zeit schaffen wir es, dies ohne groß nachzudenken zu tun und dann später nebenbei vielleicht sogar Unterhaltungen zu führen, zu essen, die Schönheit der Landschaft wahrzunehmen oder uns im Gewirr einer großen Stadt zu orientieren.

Dies ist laut Dan Siegel eine Form des Erinnerns: Vergangene Erfahrungen beeinflussten unser Verhalten in der Gegenwart – ohne dass wir uns überhaupt bewusst seien, dass unser Gedächtnis gerade aktiv ist. Man nennt dies “implizites Erinnern“.

In dem Moment wo wir statt des Autofahrens aber zurück denken würden an die ersten Stunden in der Fahrschule, die dazugehörigen Emotionen und Körpergefühle wieder in uns wach werden ließen, seien wir uns bewusst, dass wir gerade etwas erinnerten. Der Begriff hierfür ist “explizites Erinnern“.

Der Haken unbewusster Erinnerungen

Unser gesamtes Leben lang, würden wir so schreibt Siegel, implizite Erinnerungen speichern. In den ersten 18 Lebensmonaten sogar ausschließlich. Diese impliziten Erinnerungen seien der Grund dafür, dass in uns Erwartungen entstünden, darüber wie die Welt funktioniere. Im Kern wäre dies ein Prozess dessen Sinn und Zweck es sei, uns sicher und außerhalb von Gefahren zu halten. Wenn wir etwas sehr Unangenehmes erleben, wird ein Teil der Geschichte (zunächst) implizit gespeichert. Ein kleines Kind, dem beim ersten Tauchversuch jede Menge Wasser in die Nase läuft, wird vielleicht Monate später beim Anblick eines Sees alles daran setzen, nicht hineingehen zu müssen.

Siegel schreibt: “Wann immer ein Kind sich ungewöhnlich unvernünftig zu verhalten scheint, kann dies vielleicht daran liegen, dass eine implizite Erinnerung ein mentales Modell erschaffen hat, bei dessen Erforschung wir das Kind unterstützen sollten.” 

Er beschreibt weiter, dass durch das sanfte, und manchmal sehr langsame Hervorlocken der Ursprungserinnerung möglich würde, dass aus der impliziten eine explizite Erinnerung würde – mit der unser Gegenüber auf eine absichtsvolle Weise umgehen kann. Der Hippocampus sei ein Teilbereich des Gehirns, der genau für diese Aufgabe zuständig wäre – das Zusammenpuzzeln der impliziten Fragmente zu einem expliziten Gesamtbild, einer Geschichte, die ich erzählen kann.

Lebenskrisen und Geschichten

Unser Bindungsverhalten, das heißt die Art und Weise, wie wir in Beziehung gehen, wird in erster Linie durch implizite Erinnerungen geprägt. Am deutlichsten wird dies oft in Partnerschaft, oder wenn wir als Erwachsene selbst Kinder bekommen und dabei feststellen, dass wir ähnliche Verhaltensweisen zeigen, wie wir sie von unseren eigenen Eltern kennen. In manchen Fällen bedeutet dies leider ein Zurückfallen auf ungesunde Beziehungsmuster, die eine sichere, geborgene Bindung für die Kinder nicht ermöglichen können.

Neurobiologisch betrachtet gibt es einen Ausweg:

“Unterm Strich geht es vor allem um das, was wir die “Geschichte unseres Lebens” nennen könnten – die Geschichte die wir selbst darüber erzählen wer wir sind und wie wir zu dieser Person geworden sind. Die Geschichte unseres Lebens bestimmt, welche Gefühle wir mit unserer Vergangenheit verbinden, sie bestimmt unser Verständnis dafür, warum die Bezugspersonen in unserem Leben sich so verhalten haben wie sie es taten, und unsere Wahrnehmung davon, inwieweit unsere Erfahrungen unsere Entwicklung beeinflusst haben. Wenn wir unsere eigene Geschichte in sich folgerichtig und kohärent erzählen können, haben wir es geschafft, unserer Vergangenheit einen Sinn zu geben.”

Siegel betont, dass die Forschung klar zeige, dass auch Erwachsene die selbst eine weniger-als-optimale Kindheit durchlebt hätten, gute Eltern werden und Kinder großziehen könnten, die sich ebenso geliebt und sicher gebunden fühlen, wie die Kinder von Eltern deren eigenes Familienleben bereits liebevoll und Halt gebend gewesen sei. Nicht die Lebenserfahrung sei der letzte ausschlaggebende Punkt, sondern der Grad unserer Verarbeitung des Erlebten.

“Indem du deiner Vergangenheit einen Sinn gibst, kannst du dich von einer Last befreien, die anderenfalls ein generationenübergreifendes Erbe von Leid und unsicherer Bindung mit sich bringen könnte. Stattdessen wird es dir möglich, selbst ein Erbe der Geborgenheit und Liebe für die Kinder weiterzugeben.” 

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Erinnern üben

Mit dem Gedächtnis ist es wie mit allen Funktionen des Gehirns – indem wir es üben, gedeiht und wächst es.

Für schmerzhafte Erinnerungen gilt: Je besser wir sie explizit erinnern können – desto klarer können wir sie verarbeiten und einen Sinn in ihnen finden.

Und für schöne Erinnerungen gilt: Je besser wir sie explizit erinnern können – desto weitreichender und bestimmender können sie für unser Leben werden.

Deshalb empfiehlt Dan Siegel, so viel wie möglich gemeinsam Geschichten zu teilen, sowohl über die schönen, als auch über die schwierigen Momente des Lebens.

Wir können dies für uns selbst, für die Menschen um uns herum und auch für die Kinder in unserem Umfeld nutzen.

Die Kraft des Zuhörens

Als Zuhörer habe ich die Gelegenheit und Aufgabe, mich nicht passiv von den Geschichten berieseln zu lassen, als würde ich vor dem Fernseher sitzen. Vielmehr können die Geschichten den Raum füllen, den ich bereite – ich locke die Geschichten heraus, durch mein Zuhören, mein Vertrauen, meine Fragen, meine Aufmerksamkeit, Anteilnahme, mein den anderen so-sein-lassen und in seinen eigenen Lösungswegen ermächtigen und meine Wertschätzung.

“Meine Großmutter hat in mir den Grundstein für meine Freude am Frösche-fangen und Angeln gelegt. Oma wusste, was ihre Aufgabe war. Ihre Aufgabe war es, meine Geschichten einzufangen. Dadurch dass ich eine Oma hatte, die zuhause auf mich wartete, wollte ich jede Menge Sachen entdecken, lernen und sammeln, wenn ich draußen unterwegs war.

Jon Young

Die Rolle der Ältesten

Bei den Dagara in Burkina Faso wird einmal im Jahr ein Fest gefeiert, das die Verbindung zwischen den Ältesten und den Jüngsten, den Kindern, stärke.

Sobonfu Somé erzählt, das diese beiden Altersgruppen miteinander den meisten Austausch im Dorf pflegten – die Kinder seien bis zu einem Alter von etwa fünf Jahren noch viel stärker mit der geistigen Welt verbunden und würden wichtige “Nachrichten” überbringen können. Außerdem würden sie jeden Tag so vieles erleben – und wer hätte mehr Zeit, dies anzuhören als die Ältesten des Dorfes?

Ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten sei es, dass die Älteren den Kindern versichern, immer für sie da zu sein, wenn sie jemandem ein Erlebnis oder irgend etwas anderes erzählen wollten.

Und der Begriff Ältester in der Dagara Sprache? Er bedeute:“eine Person die so lange vom Leben im eigenen Saft gekocht wurde, bis sie richtig wohlschmeckend wurde”.

Wer könnte sich besser für das Anhören von Geschichten aller Arten eignen, als jemand auf den diese Beschreibung zutrifft?

2012-08-20 20.37.37

Wege zum Geschichten teilen…

Unserer Erfahrung nach gelingt das Geschichten teilen am besten wenn Älteste dabei sind – aber es ist auch ohne ihre physische Anwesenheit möglich.

Bewährt hat sich in Gruppen:

  • im Kreis sitzen oder zu zweit sitzen oder beim gemeinsamen Tun in den Redefluss kommen…
  • eine Kerze, Blumen, ein Feuer oder etwas anderes Kraft spendendes dabei haben…
  • still werden, den eigenen Körper und Geist erspüren und mit Rehohren darauf lauschen was zwischen den Worten zu hören ist…
  • einen Redestab oder Stein durch die Hände wandern lassen…
  • Geschichten in Karten einzeichnen, in gemalte Bilder verwandeln, zu Liedern oder Gedichten spinnen…
  • mit Fragen tiefer tauchen, Bilder, Emotionen, Gefühle wach werden lassen und würdigen…
  • einen besonderen, durch ein einfaches Ritual gewidmeten Raum für auftauchende Trauer und andere starke Emotionen zu schaffen, beispielsweise einzuladen, sie an eine Kerzenflamme, an die Erde, an ein natürliches Gewässer loszulassen…
  • die Erlebnisse mit Vergangenheit und Zukunft verbinden, mit etwas ganz anderem verknüpfen, Sinn finden und erfinden…
  • Erlebnisse nachspielen und gemeinsam mit den anderen noch einmal erleben…
  • und vieles mehr!

Geschichten von uns selbst, von uns allen und vom jetzt!

So wie Marshall Ganz schreibt, ermöglichten wir jedes Mal wenn wir eine Geschichte erzählen unserem Gegenüber, die Werte zu erleben, die uns zum Handeln bewegen würden. Diese persönlichen Geschichten seien jedoch nicht alles: Vielmehr seien sie eingebettet in und verwoben mit den Geschichten unserer Kultur, unserer Eltern, Freunde, Filme die wir gesehen haben, Büchern die wir gelesen haben und all dem woran wir glauben.

Indem wir unsere eigene, persönliche Geschichte mit der einer größeren Gruppe oder Gemeinschaft verknüpften, deren Werte wir teilten, könne daraus eine sehr viel Kraft entfesselnde Geschichte von uns Allen werden. Aus beidem könnten wir dann gemeinsam eine Geschichte unseres Jetzt machen, indem wir die Herausforderung aufzeigten, vor der wir alle stehen. Im Angesicht dieser Herausforderung könne die Aussicht auf eine unseren gemeinsamen Werten entsprechende Zukunft uns zu einem gemeinsamen, in Einigkeit vollführten Handeln im Hier und Jetzt verlocken.

Auf diese Weise kann jede von uns miteinander geteilte Geschichte dabei helfen, Kultur zu wandeln und für die Zukunft diejenigen Werte möglich zu machen, die wir gemeinsam einladen wollen.

Jede Geschichte ist damit wie ein Fenster: Wir holen Vergangenheit in die Gegenwart – und in diesem Moment wird sie sich auswirken auf die Zukunft.

Mehr dazu gibt es in unserem Connective Leadership Training…

 


Neues vom wirundjetzt!–Netzwerk

wirundjetztlogoLiebe Freunde und Interessierte an einem Kongress der Nachhaltigkeit im BodenseeRaum,

Wenn Zukunft gelingen will, dann brauchen wir Kooperation und kraftvolle Strukturen, welche die Impulse aus der Zivilgesellschaft organisieren.
Die Idee einer umfassenden Zusammenkunft von Initiativen rund um den Bodensee (Arbeitstitel „Konferenz für Nachhaltigkeit“) dient diesem Ziel: 

Sowohl Christian Felber von der GWÖ als auch Charles Eisenstein haben ihr Interesse an der Konferenz zugesagt und stehen hinter uns, sie stärken also das Feld der Umsetzung.

Unser Vorschlag: Treffen und Arbeiten in einer intensiven Klausur vom 29.-31.7. in Wangen am Untersee (Beginn Freitag 14:00 Uhr, Ende Sonntag 16:30 Uhr).

Wir haben einen wunderschönen Platz direkt am Bodensee ( Stein am Rhein) für euch ausgesucht und gefunden. Es gibt genug Platz zum Zelten und Feuer machen.
 
JedeR ist herzlich eingeladen mit uns zu sein und sich mit seinen Ideen, seinem Wissen und seinen Ressourcen einzubringen. Wir möchten mit euch zusammen tragen was schon alles da ist und wir möchten am Ende des Wochenendes ein Konzept erarbeitet haben, mit dem wir dann gemeinsam in die Welt gehen können.
 
Mehr Informationen hier…
Kontakt: Simon Neitzel simon.neitzel@wirundjetzt.org

Film mit Mala Spotted Eagle

Mala Spotted Eagle zusammen mit Jon Young beim Art of Mentoring Workshop in Deutschland 2007

Mala Spotted Eagle zusammen mit Jon Young beim Art of Mentoring Workshop in Deutschland 2007, Foto: Stefanie Nass

In diesem mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm wird die Geschichte von Adrian Esposito erzählt, der auf der Suche nach Heilung für sein Asperger Syndrom durch die USA und Kanada reiste.

Seit seiner Kindheit hatte Adrian unter Autismus gelitten. Eines Tages war ihm durch Zufall eine alte Tonkassette in die Hände gefallen, auf der Vorträge des Cherokee Heilers und Visionärs Rolling Thunder zu hören waren. So kam er auf die Idee, Medizinleute verschiedener Ureinwohner-Stämme Nordamerikas um Rat zu fragen, wie er Linderung für die Symptome seines Autismus finden könne.

Adrian schreibt: “Ich suchte nach Wegen, um mit den Symptomen meines Autismus klarzukommen. Den Lehrern und Ältesten zu begegnen schenkte mir inneren Frieden und eine neue Sichtweise auf das Leben. Obwohl es im Film hauptsächlich um Menschen geht, die von Autismus oder anderen Behinderungen betroffen sind, kann er jedem dabei helfen, inneren Frieden und eine neue Sicht auf das Leben zu finden. Dies wäre mein Wunsch für jeden.”

Einer der im Film interviewten Ureinwohner ist Mala Spotted Eagle, der im September 2016 bei uns zu Besuch ist. (Infos dazu hier…)

Webseite zum Film, wo die DVD auch bestellt werden kann: https://espocinema.wordpress.com

Hier der Trailer:


Mehr als Spiegelneuronen – Wie wir VERBUNDEN miteinander sind

Wenn wir uns miteinander verbinden “[…] erfahren wir eine Resonanz unserer beider Gehirne, unserer beider limbischer Systeme. Unser zentrales Nervensystem beginnt, sich zu beruhigen. Unser Gehirn ist das einzige Organ, das sich nicht in sich selbst reguliert, sondern sich im Außen, durch ein anderes Gehirn reguliert. Wir brauchen einander, um unsere Gehirne zu regulieren.“ 

Hedy Schleifer beim TEDxTelAviv

connectionSeit der Entdeckung der Spiegelneuronen wissen wir, dass wir von Gehirn zu Gehirn miteinander verbunden sind. Der Hirnforscher Dan Siegel beschreibt, wie im Gehirn eines Menschen die Neuronen für “Essen” und “Trinken” feuern, wenn er jemand anders beim Essen und Trinken beobachtet – ebenso wie wenn er selbst in dem Moment Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen würde.

Verbindung

verbindungDan Siegel geht noch einen Schritt weiter und erklärt, dass die Spiegelneuronen nicht nur das Verhalten einer anderen Person in unserem Gehirn abbilden würden, sondern auch deren emotionalen Zustand. Er schreibt, man könne die Spiegelneuronen auch “Schwamm-Neuronen” nennen, weil sie nicht nur spiegeln würden, was die anderen tuen, sondern wir durch sie wie ein Schwamm in uns selbst aufnähmen, in welchem Zustand sich unser Gegenüber gerade befinde. In der Wissenschaft würde man dieses Phänomen “emotionale Ansteckung” nennen.

Der innere Zustand des anderen – ob Freude, Verspieltheit, Traurigkeit oder Angst beeinflusst somit unseren eigenen Geisteszustand. Wir nehmen den anderen Menschen mit in unsere eigene innere Welt auf.

In seinem Vortrag: Die Neurobiologie des WIR nennt Dan Siegel diesen Vorgang ein im Wortsinn gemeintes sich-miteinander-verbinden. Aus zwei unterschiedlichen Menschen entstehe im gemeinsamen Kontakt tatsächlich ein WIR, eine zwischenmenschliche Integration finde statt, in der jeder Beteiligte er selbst bleibe und doch mit der anderen Person zusammenfinde zu einem gemeinsamen und aufeinander abgestimmtem Ganzen.

So nähert die Hirnforschung sich vielleicht dem an, was Sobonfu Somé aus der Sicht ihrer Kultur den “Beziehungsgeist” nennt, ein drittes “Wesen”, das entstehe, wann immer zwei Menschen in Beziehung miteinander treten.

Der Raum dazwischen

DSC_0644-1Auch der jüdische Philosoph Martin Buber schrieb: „Beziehung lebt im Raum zwischen uns. Sie lebt nicht in mir und nicht in dir, nicht mal in unseren Dialog. Beziehung braucht den Raum zwischen uns, um sich zu entfalten… Dieser Raum ist heilig.”

Dan Siegel betont, dass es für eine gelingende Verbindung oder interpersonale Integration von zwei Gehirnen und den dazugehörigen Menschen erforderlich sei, dass jede/r BeziehungspartnerIn sich selbst gut kenne und wahrnehmen könne, über ein klares “Ich”-Gefühl in dem Moment verfüge.

Der Weg zum Anderen

Hedy Schleifer beschreibt, wie wir durch ein achtsames mit-uns-selbst-in-Verbindung kommen (wahrnehmen, was in mir selbst lebendig ist), dann ein aufmerksames über die Brücke gehen und den anderen in seiner Welt besuchen und wahrnehmen, was in ihm lebendig ist, es schaffen können, Verbindung zur Essenz des anderen Menschen aufzunehmen.

In dem Moment wo wir spüren und widerspiegeln oder mit Worten beschreiben, was wir in dem anderen wahrnehmen, berühren wir auf eine Weise die Essenz des anderen. So entsteht die nährende Verbundenheit, die dazu führt, dass sich unser gesamtes Nervensystem entspannen kann.

(Ver-)Bindung durch Mitgefühl

DSC04567-001Die Dagara in Burkina Faso wissen scheinbar um diesen Zusammenhang, denn eines der Grundprinzipien im Zusammensein mit Kindern (und Erwachsenen) das Sobonfu Somé vermittelt ist, mitzufühlen und dieses Mit-Fühlen auch deutlich dem anderen zu zeigen. Sobald ein Kind im Raum weint, lenkt sie die Aufmerksamkeit aller Anwesenden genau dort hin, erwidert selbst das Weinen und bekräftigt das Kind in seinem emotionalen Ausdruck.

Auch aus der Bindungsforschung wissen wir, dass diese Art von “gesehen werden” grundlegend wichtig ist, damit Kinder eine sichere Bindung zu ihren Bezugspersonen entwickeln können. Sobonfu Somé sagt, dass ein Kind, was beispielsweise gestolpert ist und sich gestoßen hat, wenn sein Leiden ignoriert oder abgelehnt wird, auch so einen  relativ kleinen schmerzvollen Moment nicht vollständig und gesund verarbeiten könne. Vielmehr würde ihm durch eine verständnislose Reaktion vermittelt werden, dass es selbst etwas falsch gemacht habe oder sogar, dass es selber falsch sei.

Von Geburt an

DSC_0541Bei den Dagara wird schon die erste Begegnung eines Neugeborenen mit den Menschen des Dorfes so gestaltet, dass im Kind Resonanz und das Gefühl, angenommen zu sein, entstehen kann. Dabei imitieren die kleinen Kinder der Gemeinschaft die allererste Lautäußerung des Neugeborenen und erwidern somit seinen emotionalen Ausdruck. Auf diese Weise, sagt Sobonfu Somé, könne der Geist des kleinen Kindes erfassen, dass es am richtigen Ort angekommen ist.

Fehlende Bindung nachholen

Das Bindungsverhalten unserer frühen Bezugspersonen ist entscheidend dafür, wie sehr wir selbst als Erwachsene in der Lage sind, nun mit anderen Menschen sichere Bindung zu erleben und zu schenken.

Gerade in den letzten Jahren haben PsychologInnen wie Sabine Bode und Anne-Ev Ustorf in Deutschland begonnen, offen zu dokumentieren, wie stark die Erfahrungen vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg die Generation der heutigen Eltern und Großeltern geprägt haben. Unzählige unverarbeiteter Traumata haben vielfach dazu geführt, dass die Kinder der Kriegskinder keine sichere Bindung erleben und erlernen konnten.

DSC_1220Neben psychotherapeutischen Methoden ist es auch durch Meditation und Achtsamkeitspraxis möglich, für sich selbst ein Stück weit die Erfahrung sicherer Bindung nachzuholen. Indem ich die Rolle des Beobachters einnehme, meine körperlichen und emotionalen Zustände und Reaktionen wahrnehme, kann ich ihnen mit Mitgefühl und Zuwendung begegnen. Anstatt etwas negativ Besetztes, das sich in mir regt (wie Trauer, Wut, Hass oder andere Emotionen) abzulehnen oder zu verstecken, kann ich ihnen aus meinem erwachsenen Selbst heraus mit Verständnis begegnen – mich selbst annehmen mit allem was da in mir ist.

So schaffe ich es, die unterschiedlichen Anteile meiner Persönlichkeit zu integrieren – dabei gestalte ich buchstäblich mein Gehirn und damit auch meine Art in der Welt zu sein neu.

Bindung im Kreis

DSC_1486Auch in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, in Gruppen und Teams ist es möglich, einander (Ver-)Bindung zu schenken. Indem wir die unterschiedlichen Aspekte unseres Selbst miteinander teilen, davon erzählen, Emotionen zum Ausdruck bringen und einander mit Annahme und Zuwendung begegnen, erschaffen wir immer wieder neu eine Art des Zusammenseins, die Verbindung schafft und damit in jedem einzelnen von uns die Bindungsfähigkeit stärken kann. Und dank der Spiegelneuronen sind wir bestens dafür ausgestattet, dies zu tun, besonders wenn Menschen anwesend sind, an deren sicherer (Ver-)Bindung unser Gehirn andocken kann. Dies nennt Dan Siegel “positive mentale Modelle” – denn jedes Mal wo wir im Kontakt mit einem anderen Menschen Wärme, Verbundenheit und Geborgenheit erfahren, richtet sich unser Gehirn und damit unser gesamtes System ein Stückchen weiter in Richtung sicherer Bindung aus.

Durch das Verbinden ermöglichen wir somit füreinander, nach und nach einschränkende Verhaltens-Muster abzulegen, die wir vielleicht schon lange mit uns tragen.

Goldberg’s Anzug

Hedy Schleifer erzählt die Geschichte vom Schneider Goldberg, dessen Kunde ihn mit seinem neuen Anzug aufgebracht besucht:

Herr Goldberg, dieser Ärmel passt überhaupt nicht.“
„Ja, sagt Goldberg, für diesen Ärmel müssen Sie Ihre Hand eher so halten.“
„Na gut“, sagt der Kunde und hält die Hand wie ihm gezeigt wurde.
Aber schauen Sie mal diesen Arm hier an, und dieses Bein – die passen auch nicht.“ Goldberg gibt ihm weitere Empfehlungen dazu, wie der Arm und das Bein zu halten seien. Zufrieden mit dem Ergebnis bezahlt der Mann und geht hinaus auf die Straße.

Eine Frau sieht ihn im Vorbeigehen und platzt heraus: „Was für ein fantastischer Schneider! Schaut, er hat etwas für einen Menschen mit so einem verdrehten Körper gemacht, und es passt ihm wie angegossen.“

Dieser Mann seien wir selbst, sagt Hedy Schleifer. Wir hättenen jede Menge Zeug um unsere Essenz herum angesammelt, von dem wir glaubten, das wären wir.

In den Momenten aber wo wir wahrhaftig in Verbindung gehen, wird unser Geist genährt, die Verrenkungen fallen ab und unsere Essenz kann wieder sichtbar werden.

Ein “Ja-Zustand” als fruchtbaren Boden

Nicht immer sind wir in der Lage, selbst in Verbindung zu gehen und sie bewusst zu empfangen. Wenn wir beispielsweise wie im Versuch von Dan Siegel mit geschlossenen Augen sieben Mal hintereinander nichts als das Wörtchen “Nein” hörten, würden die meisten von uns allein dadurch, eher in einen verschlossenen Zustand übergehen, wo unsere Handlungsmöglichkeiten sich auf Varianten von Flüchten, Kämpfen oder Erstarren beschränkten.

Fürs Verbindungen knüpfen brauchen wir idealerweise den empfänglichen “Ja-“Zustand, dem die meisten Menschen sich näher fühlen würden, wenn sie mit geschlossenen Augen sieben Mal hintereinander das Wörtchen “Ja” gehört haben. Er ist davon gekennzeichnet, dass Gesicht und Stimmbänder sich entspannen, Blutdruck und Herzschlag sich beruhigen und wir uns bereit fühlen, etwas von jemand anders zu empfangen oder etwas zu schenken. Es ist eine mögliche Beschreibung für das vom Mohawk Chief Jake Swamp überlieferte Friedensstifter-Prinzip von “Frieden” (das in Büchern der Irokesen-Konföderation, eines nordamerikanischen Völkerbunds, oft als “Gesundheit” erscheint).

Konflikte in Verbindung lösen

VerbundenheitDer Moment der Verbindung trägt für beide Menschen das Potential zur Veränderung in sich – für den Bezeugenden sowie auch den Bezeugten.

Dan Siegel empfiehlt, Kindern von klein auf zu ermöglichen, Konflikte mit dem Blick auf die Gemeinschaft oder die Beziehung zu lösen. Im Friedensstiften finden wir das Prinzip der “Guten Worte” bzw. der “Rechtschaffenheit“, das uns dazu inspiriert, das Wohl des anderen ebenso zu bedenken wie das eigene Wohl und das Wohlergehen der Gemeinschaft, sowie der zukünftigen Generationen.

Durch ein gemeinsames Suchen nach Punkten echter “Einigkeit”, nach einer Lösung mit der alle Betroffenen sich gesund und glücklich fühlen können, stärken wir unsere Verbundenheit miteinander und fördern unsere Konfliktlösungsfähigkeit. Wir lernen uns außerdem selbst besser kennen, denn für den Prozess ist es notwendig, genau zu wissen, welche Bedürfnisse im Kern unserer Wünsche und Vorstellungen liegen.

Laut Dan Siegel gehören zur verbindungs-orientierten Konfliktfähigkeit auch aktive Bemühungen um eine angemessene Form der Wiedergutmachung, wenn es in einem Streit Verletzungen gegeben hat, so dass die Bedürfnisse unseres Gegenübers gestillt werden können.

Leben in Verbindung

Indem wir mit Empathie und Aufmerksamkeit für uns selbst die Brücke zur Welt des anderen überqueren, bereit gemeinsam einen Weg der Einigkeit zu finden, können wir oftmals Dinge erkennen, von denen wir keine Ahnung hatten, dass sie existieren und Lösungen finden, die wirklich schöpferisch und kreativ sind.

Unser Gehirn ist ein soziales Organ, das bereits vor der Geburt dafür gemacht ist, in Beziehung zu sein. Es formt sich dadurch, dass wir mit anderen lebenden Wesen in Kontakt sind.

Und nichts beeinflusst nachweislich unser subjektives Empfinden von Glück und Zufriedenheit so sehr, wie unser in-Verbindung-mit-anderen-sein, bei gleichzeitigem Bewusstsein für die eigene, einzigartige und vielschichtige Identität.

Laut einer 2002 durchgeführten Studie von Ed Diener, ist es vor allem das Vorhandensein von gesunden und mit viel Nächstenliebe von uns geführten Beziehungen, die darüber Aufschluss geben, wie glücklich wir selbst sind.

Oder wie Desmond Tutu es sagt: “In Wahrheit sind wir, was wir sind, weil wir verbunden sind.”

 

Mehr dazu:

Emiliana Simon Thomas: http://greatergood.berkeley.edu/article/item/want_to_be_happy_make_your_relationships_exceptional

Anne-Ev Ustorf: Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs (HERDER spektrum)

Dan Siegel: Achtsame Kommunikation mit Kindern: Zwölf revolutionäre Strategien aus der Hirnforschung für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes

Dan Siegel:Mindsight – Die neue Wissenschaft der persönlichen Transformation: Vorwort von Daniel Goleman

Dan Siegel: The Neurobiology of We

Vortrag von Hedy Schleifer beim TED TelAViv:


Gemeinschaft mit den Nachbarn – Artikel in der Oya 38/2016

image1In der Oya 38 zum Thema “Nachbarschaft” ist ein Leitartikel von Elke Loepthien: “Gemeinschaft mit den Nachbarn – Ein Schnellkurs im Verbindungsweben mit Menschen jeglicher Art im Alltag”. 

Wenn du magst kannst du dieses Heft kostenlos bekommen, indem du einfach eine Email an folgende Adresse schickst:

leserservice@oya-online.de
Betreff: Nachbarschafts-Oya/Elke Loepthien
Text zum Beispiel:  Liebes Oya-Team, ich bitte um ein unverbindliches, kostenloses Probeheft der Oya Ausgabe 38 zum Thema „Nachbarschaft“ mit dem Artikel von Elke Loepthien.
Dann deine postalische Adresse angeben.

Wer über www.oya-online.de ein Probeheft bestellt, bekommt immer die vorletzte Ausgabe zugeschickt. Deshalb klappt es nur, wenn du die Bestellung direkt per E-Mail an den Leserservice sendest.

Online findest du den Artikel hier.

Viel Spaß beim Lesen!


Verbindung zwischen den Generationen – Gründung eines regionalen Ältesten-Rats

…von Annika Taube

Auf die Initiative vom Zentrum für Verbindungskultur und der Transition Town-Netzwerk-Organisation wirundjetzt kam es Anfang Oktober zu einer sehr besonderen Begegnung:

Katharina Phillipp und Simon Neitzel von wirundjetzt hatten einige Menschen ihres Umfelds zwischen 50 und 75 Jahren zu einem zweitägigen Treffen eingeladen.

Ziel der zwei Tage war es, Raum für ein gemeinsames Nachdenken zu schaffen über die Frage:

Was könnte es für die Menschen unserer Region bedeuten, „Älteste(r)“ zu sein?

Ausgangspunkt für die Organisation eines solchen Treffens war die Beobachtung, dass in anderen Kulturen den „Ältesten“ aufgrund ihrer Lebenserfahrung eine wichtige und hoch angesehene Stellung in der Gesellschaft zukommt, von der aus sie den jüngeren Leuten beratend zur Seite stehen und im Gegenzug von ihnen gewürdigt und umsorgt werden. Unseres Erachtens gibt es in unserer Gesellschaft zwar Bereiche der Begegnung, aber eine bewusst wertschätzende und von gegenseitiger Unterstützung geprägte Verbindung zwischen den Generationen stellt eher eine Ausnahme dar.

Mala_u_SkyBei dem zweitägigen Treffen tauschten sich die etwa 25 eingeladenen Menschen darüber aus, was sie im Laufe ihres Lebens darüber gelernt haben was es bedeutet „den eigenen Weg auf eine gute Weise zu gehen“. Zudem teilten zwei Menschen aus Kulturen, in denen Ältesten ein besonderer Platz in der Gemeinschaft eingeräumt wird, die Sichtweisen und Erfahrungen ihres Volkes. Mala Spotted Eagle (Shoshone/Cherokee) und Sky Young Sparrow (Tlingit) aus Oregon/USA sprachen unter anderem darüber welche charakterlichen Qualitäten und Verhaltensweisen „Älteste“ in ihrer Kultur auszeichnen.

Teil des Generationen-Dialogs war es auch, dass die Älteren die Jüngeren fragten, welche Art von Unterstützung sie sich wünschen würden.

Resultat des Treffens war die Gründung eines Ältestenrats in unserer Region Deggenhausertal/Linzgau. Dieser Ältestenrat wird sich demnächst ein zweites Mal treffen und darüber sprechen, welche Form dieser Kreis bekommen soll und wie es ermöglicht werden kann, dass der Ältesten-Rat von den mit wirundjetzt verbundenen Organisationen für einen guten Rat oder auch für die Bitte um anderweitige Unterstützung aufgesucht werden kann.

Einen ausführlichen Bericht über das Treffen findet ihr hier.

 


Der einfachste Baustein zum Glücklichsein…

“Wir sind nur dann wirklich lebendig, wenn unser Herz sich  unserer Schätze bewusst ist.” 
Thornton Wilder

Wie Klettverschluss und Teflon

In unserer Wahrnehmung der Welt ist eine interessante Dynamik festzustellen, die vom Psychologen Rick Hanson beschrieben wurde:

“Das menschliche Gehirn sucht, registriert, verwahrt, erinnert und reagiert vor allem auf unerfreuliche Erfahrungen. Es verhält sich wie ein Klettstreifen für negative und wie Teflon für positive Erlebnisse.”

Aus diesem Grund haben wir eine natürliche Neigung dazu, ein in der Tiefe pessimistisches und düsteres Lebensgefühl zu entwickeln – sogar wenn wir viel mehr positive als negative Erlebnisse haben.

Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, diese Düsterkeit auch in unsere Zukunft zu projizieren, vielleicht ein Grund für die immer wiederkehrenden Prophezeiungen für den Weltuntergang.

Der 5/1-Faktor 

Der Paarpsychologe John Gottman stellte fest, dass in gelingenden Beziehungen ein Verhältnis von 5/1 besteht zwischen Positivem und Negativem: Nur einmal Kritik auf fünfmal Wertschätzung, einmal Ärger auf fünfmal Freude, eine Klage auf fünf Komplimente. Dasselbe gilt auch für Teams und Organisationen.

Es braucht also viel mehr Gutes als Negatives, damit wir glücklich sein können und dieses Gute will auch wahrgenommen werden.

Wie kannst du dem Guten in deinem persönlichen Leben, in Familie und Gemeinschaft mehr Raum geben? Durch Danken!

Aber kann Danken wirklich Glücklichkeit hervorbringen?

Dankbarkeit ist ein Schlüssel

Das kann es! Vor einigen Jahren veröffentlichten die Wissenschaftler McCullough und Emmons ein ganzes Buch darüber.

Sie fanden heraus, dass Dankbarkeit als Schlüsselelement in vielen Kulturen der Welt angesehen wurde und bewiesen in einer Studie, dass tägliches Üben von Danksagungen die Zufriedenheit und Glücklichkeit im Leben eines Menschen erheblich steigern.

Dankbarkeit als Baustein für Kultur

Regelmäßiges Danken verändert deine gesamte Wahrnehmung zugunsten der kleinen und großen Geschenke im Leben.

Die menschliche Grundtendenz, mehr auf negative Erfahrungen zu achten, mag wichtig für unser physisches Überleben sein.

Das kulturelle Element des Dankens scheint dagegen eine wichtige Rolle für unser geistiges und spirituelles Überleben zu spielen. Ganz sicher ist es wichtig für unsere Fähigkeit, ein gutes und befriedigendes Leben für uns selbst und unsere Lieben zu schaffen. 

Weitergeben und wachsen lassen

Zuhause erzählen mein 6jähriger Sohn und ich einander abends beim Ins-Bett-Bringen, wofür wir heute dankbar sind. Kinder finden es toll, ihre Dankbarkeit für Sonnenschein, Tierbegegnungen, Feuerwehrautos oder helfende Nachbarn auszusprechen und auf diese Weise die Geschichte ihres Tages zu ernten. Es hilft ihnen auch dabei, die Wertschätzung und Liebe für Natur und Menschen in sich wachsen zu lassen.

“Die Worte die vor allen anderen kommen” 

Bei den Haudenosaunee, der Konföderation der Irokesen-Stämme in Nordamerika, wird jeder Tag und jede Versammlung mit einer Danksagung eröffnet, den “Worten die vor allen anderen kommen”. Sie dient dazu, Wertschätzung, Liebe und Dank für alle Wesen der Natur auszudrücken und dabei unseres eigenen Platzes innerhalb der natürlichen Welt bewusst zu werden.

Das gemeinsame Danken für die gesamte Schöpfung hilft, die Herzen und den Verstand der Menschen zu öffnen und zu fokussieren, um gut miteinander zu kommunizieren, zu lernen oder Entscheidungen zu treffen. Es erinnert uns auch daran, welchen Platz wir als Menschen innerhalb der Schöpfung einnehmen und wie stark verbunden wir mit allen natürlichen Wesen und allen anderen Menschen sind.

Diese “Thanksgiving Address”, wie sie auch genannt wird, ist eine regionaltypische Form des Dankens, die uns für unser eigenes Leben inspirieren kann.

Sie ist eins von einer Vielzahl ganz unterschiedlicher kultureller Elemente, die wir ab April 2013 in der Wildnis- und Natur-Kultur-Pädagogik Weiterbildung gemeinsam ausprobieren und erforschen werden.

Weiter unten kannst du einen Film sehen, in dem die Mohawk Geschichtenerzählerin Kay Olan die traditionelle Danksagung spricht. Die Bilder dazu wurden von der Tuscarora Künstlerin Melanie Printup Hope gefertigt und mit Fotografien ergänzt.

Ich wünsche dir ein neues Jahr voller kleiner und großer Dankbarkeiten!

Elke


Laubhütten-Bau-Workshop in Eberswalde

„Schlafen wie eins mit Mutter Erde…“

Samstag, 10.11.2012

10:30 bis ca. 16:00 Uhr

Treffpunkt: 

Große Eiche im Schillerpark/Am Schützenplatz

Lernt eine effektive und sehr gemütliche Notbehausung richtig bauen!

Konstruktion * Bautechniken * Umgehen häufiger Fehler

Wer Lust hat kann im Anschluss drin übernachten!

Teilnahme:

30 €/ erm. 15 €


Herbst ist da


Gestern haben wir in Eberswalde die Tag- und Nachtgleiche gefeiert. Etwa 40 Erwachsene und eine Menge Kinder haben gemeinsam aufgebaut, selbst gemachtes Essen gegessen, gebastelt, unsere “Geschichten des Sommers” miteinander geteilt, gespielt, eine Stroh-Schlacht gemacht, getanzt und gesungen.

Mit einem Ritual haben wir dem Sommer gedankt und ihn verabschiedet und den Herbst willkommen geheißen und dann bis in die Nacht am Feuer gesessen. Es war eine tolle Einstimmung auf die dunkle Jahreszeit.

Das Mitmach-Fest war eine Initiative von Jessica Heiler (Leben in Einheit), der Stiftung WaldWelten, dem Forstbotanischen Garten Eberswalde und Circlewise.

 


Gemeinsam * spontan * im Garten * feiern!

Bitte bring mit:

• leckeres Essen und Getränke

• dein eigenes Geschirr und Besteck

• bunte Tücher und Kleidung

• Blüten und bunte Blätter

• Musikinstrumente und Lieder

• deine Kinder und Freunde!

Wann?

Beginn 15:00 Uhr

Wo?

Forstbotanischer Garten Eberswalde,
große Wiese am Wurzelkeller

Die Teilnahme ist kostenlos!Wenn du bei der Vorbereitung dabei sein willst oder noch Fragen hast, kannst du uns schreiben oder anrufen:Jessica: XflummiX@aol.com, Tel: 03334-497 0 697
Elke: verbindungskultur@gmail.com, Tel: 0176-564-184-81

Wir freuen uns auf dich!

 

 

 

 

 

         


Spiel mit mir!

In der neuen Oya-Ausgabe findet sich ein Artikel von mir über die Bedeutung des Spielens für unsere Beziehung zur Welt:

“[…] Die US-amerikanische Sozialforscherin Brene Brown erklärt: Wenn wir Verbindung wollen, geht es im Grund immer darum, unser eigenes Gefühl von Scham zu umarmen, unsere Hemmungen zu überwinden und uns selbst zu zeigen. Das beängstigende Spüren der eigenen Verletzlichkeit ist die Türschwelle zur Verbundenheit miteinander. Und das Spiel kann die Tür sein.[…]

Mehr dazu hier…


Das Geschenk der Tränen

“Tränen reinigen das Herz.” Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Könnt ihr eure Tränen ungehindert fließen lassen wenn ihr traurig seid? Gibt es Menschen in eurem Leben die euch dabei bezeugen und unterstützen?

Wir brauchen einander um Trauer loszulassen

Im Frühling 2010 habe ich in einem Vortrag von zwei indigenen Ältesten aus Nordamerika und Afrika gehört, dass wir Menschen unsere Trauer erst dann vollständig loslassen können, wenn andere Menschen uns dabei bezeugen. Beide waren sich einig darin, dass es die Gegenwart anderer Menschen braucht.

Meine Geschichte

Für mich war das schwer zu akzeptieren. In den Jahren zwischen 13 und 18 habe ich nicht ein einziges Mal geweint. Ich musste es als Erwachsene neu erlernen, erst mal für mich allein. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe, zumindest manchmal vor meinen engsten Freunden zu weinen. Sobald andere Menschen anwesend waren, konnte ich meine Traurigkeit einfach überhaupt nicht mehr spüren, nur dumpfe Leere stattdessen. Befreiend trauern vor anderen Menschen war für mich völlig unvorstellbar.

Das Trauer-Ritual

Dann habe ich in Kalifornien Sobonfu Somé kennengelernt und von vielen Freunden dort gehört, wie kraftvoll das Trauer-Ritual sei. Wie sie es beim Ritual mit Sobonfu geschafft hatten, in Gemeinschaft mit anderen Menschen ihre tief verborgenen Gefühle von Trauer, Wut oder Angst zu spüren, auszudrücken und loszulassen. Deshalb lud ich sie im vergangenen November nach Deutschland ein.  Für mich persönlich hat sich in den drei Ritual-Tagen im Lebensgarten Steyerberg etwas verwandelt. Es war als ob die angestaute Trauer von Jahrzehnten und vielleicht sogar Jahrhunderten aus mir heraus kam. Danach fühlte ich mich rein, voller Leichtigkeit und Heiterkeit und tief befreit. In den Monaten seitdem kann ich deutlicher spüren, wenn meine Trauer raus will, kann mir Zeugen suchen und meine Tränen frei fließen lassen. Das Ritual hat nachhaltig gewirkt.

Trauer ist allgegenwärtig

Wir erleiden in unserem Leben jeden Tag Schmerzhaftes: alltägliche Konflikte, Krankheiten, gescheiterte Träume, zerbrochene Beziehungen, geliebte Menschen die leiden oder sterben, das Fehlen von essentiellen kulturellen Elementen in unserem modernen Dasein, der Mangel an zeitloser, verbundener Zeit in der Natur und mit den Menschen die wir lieben, die fortschreitende Zerstörung unserer Erde oder einfach die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen, Schüler, Kurs-Teilnehmer oder Klienten, die uns berühren.

Wenn wir unsere Trauer unterdrücken, stumpft unser gesamtes Gefühlsleben ab

Als Menschen sind wir dazu fähig, negative Gefühle auszublenden. In Notsituationen kann dies unser Leben retten. Unterdrücken wir Emotionen wie Trauer oder Wut jedoch über einen längeren Zeitraum stumpft unsere gesamte Empfindungsfähigkeit dadurch ab und wir laufen Gefahr, körperlich zu erkranken, depressiv zu werden oder anderen und uns selbst Verletzungen zuzufügen. Vor allem sind wir deutlich weniger in der Lage, positive Gefühle wie Liebe, Freude oder Dankbarkeit zu empfinden, sagt auch Christine Carter, Professorin der Universität in Berkeley, Kalifornien.

Das Geschenk der emotionalen Tränen

Emotionale Tränen enthalten laut dem Biochemiker und Tränen-Experten William Frey eine Vielzahl von Stoffen, die in der übrigen Augenflüssigkeit die wir bei externen Reizungen des Auges absondern, nicht enthalten sind. Beim Weinen werden über die Tränen Stress-Hormone ausgeschieden, genauso auch Toxine, die sich bei Stress im Körper anreichern. Andere Studien dokumentieren, dass das Weinen auch die Produktion von Endorphinen anregt, unserer körpereigenen Schmerz-Medizin und Glücks-Hormonen. Wir fühlen uns besser, wenn wir geweint haben, auch wenn das Problem weiterhin besteht.

Sobonfu’s Volk, die Dagara in Burkina Faso, wird nachgesagt, dass die Menschen besonders lebensfroh und heiter seien und Sobonfu selbst sieht einen Grund dafür darin, dass sie regelmäßig Trauer-Rituale miteinander durchführen.

Trauer- Ritual im November 2012

Auch in diesem Jahr wird Sobonfu wieder nach Steyerberg kommen, vom 18.-21. November. Aufgrund vieler Nachfragen im letzten Jahr wird der Ritualworkshop einen ganzen Tag länger gehen, so dass mehr Zeit bleibt für Gespräche, Fragen, Reflektion und  um mehr darüber zu lernen, wie wir Trauer in unserem Alltag zuhause gesund leben können.

Ich freue mich darauf, mit vielen von euch dort meine, deine und eure Trauer zu teilen und dadurch auch unsere Verbindungen miteinander zu nähren und zu stärken. In meiner Erfahrung gibt es wenige Erlebnisse, die so verbindend sind, wie sich gegenseitig beim Trauern zu bezeugen.

Hier gibt es mehr Informationen zu Sobonfu, dem Workshop und zur Anmeldung…

Unsere Verantwortung annehmen

Jedes Mal wenn wir die Verantwortung für unsere Trauer übernehmen, durchbrechen wir einen Teufelskreis von Leiden, Unterdrückung und mehr Leiden und schaffen stattdessen Befreiung für uns selbst, für unsere Kinder und Partner (die leider oft am meisten von unserer ungelösten oder unbewussten Trauer abbekommen) und für alle Menschen um uns herum.

Die Ärztin, New York Times Bestseller-Autorin und Tränen-Forscherin Judith Orloff schreibt: “Ich liebe es, zu weinen. Ich weine wann immer ich kann. Ich wünschte, ich könnte noch mehr weinen. Gottseidank sind wir in der Lage dazu.

Und selbst wenn wir das nicht mehr sind, können wir es wieder lernen – am leichtesten gemeinsam.

Hier ein Vortrag von Sobonfu, wo sie darüber spricht, was Tränen und Trauern in ihrer Kultur bedeuten und wie wir uns und anderen im Trauerprozess unterstützen können:


Mittsommer in Eberswalde

 

ein Fest der Fest der Fülle, des Sonnenscheins und 

der Leichtigkeit des Seins!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Um 17:00 Uhr verabschieden wir uns mit einem einfachen Ritual vom Frühling und heißen den Sommer willkommen.

 

Die Teilnahme am Ritual ist kostenlos.

Wir treffen uns auf der Wiese am Wurzelkeller im Forstbotanischen Garten Eberswalde

Das anschließende Fest wollen wir gemeinsam mit euch spontan gestalten.

Bitte bringt dafür mit: 

  • leckeres Essen und Getränke
  • euer eigenes Geschirr und Besteck
  • bunte Tücher und/oder bunte Kleidung
  • Blüten
  • frisch gepflückten Beifuß und Johanniskraut  
  • Musikinstrumente und Lieder
  • eure Kinder und Freunde! 

​Wir freuen uns auf euch!

Jessica Heiler & Elke Loepthien


In Kooperation mit Leben in Einheit, dem Forstbotanischen Garten Eberswalde und der Stiftung Waldwelten


Inmitten von Wiesen und Wind…

 

Alex, Annika und Elke sind gerade zurück vom Art of Mentoring in Ost Sussex, England. Fast 250 Menschen erlebten und stärkten hier eine Woche lang gemeinsam ihre Verbindung zur Natur. Ein Fest der Sinne, Erkenntnisse und Gefühle, das für viele der Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder tiefgreifende, transformative Erfahrungen brachte.  Mehr Infos zur Veranstaltung und zum AoM-Netzwerk der britischen Inseln gibt es auf der AoM UK Webseite: www.artofmentoring.co.uk.


Die ersten Wolfs-Zeichen….

Greg, seine Freundin Alison, Paul und ich waren gestern schon im Fläming unterwegs, um Spuren und Zeichen vom Wolf zu entdecken. Schaut mal, was wir gefunden haben….

Morgen Abend geht es los und es gibt noch ein paar freie Plätze.

Anmeldung


Verbindungskultur on Air

Am Mittwoch, 07.03. können Sie uns life im online Bürgerradio Okitalk hören.

Die Sendung der Gaia Akademie:  “Wildnispädägogik – Lernen in und mit der Natur!” läuft von 19:00 bis 20:00 Uhr

Einfach auf www.OKITALK.com auf den passenden Link im Sendeplan klicken und Sie  können mithören.

Wenn Sie gerne mitreden wollen und Fragen haben, geht das auch. Dafür bitte “Mumble” installieren: http://www.okitalk.com/download.php. Ein Video mit genauen Angaben zur Installation finden Sie hier http://www.okitalk.com/instruction.php.

Wir freuen uns auf das Gespräch!