Der einfachste Baustein zum Glücklichsein…

“Wir sind nur dann wirklich lebendig, wenn unser Herz sich  unserer Schätze bewusst ist.” 
Thornton Wilder

Wie Klettverschluss und Teflon

In unserer Wahrnehmung der Welt ist eine interessante Dynamik festzustellen, die vom Psychologen Rick Hanson beschrieben wurde:

“Das menschliche Gehirn sucht, registriert, verwahrt, erinnert und reagiert vor allem auf unerfreuliche Erfahrungen. Es verhält sich wie ein Klettstreifen für negative und wie Teflon für positive Erlebnisse.”

Aus diesem Grund haben wir eine natürliche Neigung dazu, ein in der Tiefe pessimistisches und düsteres Lebensgefühl zu entwickeln – sogar wenn wir viel mehr positive als negative Erlebnisse haben.

Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, diese Düsterkeit auch in unsere Zukunft zu projizieren, vielleicht ein Grund für die immer wiederkehrenden Prophezeiungen für den Weltuntergang.

Der 5/1-Faktor 

Der Paarpsychologe John Gottman stellte fest, dass in gelingenden Beziehungen ein Verhältnis von 5/1 besteht zwischen Positivem und Negativem: Nur einmal Kritik auf fünfmal Wertschätzung, einmal Ärger auf fünfmal Freude, eine Klage auf fünf Komplimente. Dasselbe gilt auch für Teams und Organisationen.

Es braucht also viel mehr Gutes als Negatives, damit wir glücklich sein können und dieses Gute will auch wahrgenommen werden.

Wie kannst du dem Guten in deinem persönlichen Leben, in Familie und Gemeinschaft mehr Raum geben? Durch Danken!

Aber kann Danken wirklich Glücklichkeit hervorbringen?

Dankbarkeit ist ein Schlüssel

Das kann es! Vor einigen Jahren veröffentlichten die Wissenschaftler McCullough und Emmons ein ganzes Buch darüber.

Sie fanden heraus, dass Dankbarkeit als Schlüsselelement in vielen Kulturen der Welt angesehen wurde und bewiesen in einer Studie, dass tägliches Üben von Danksagungen die Zufriedenheit und Glücklichkeit im Leben eines Menschen erheblich steigern.

Dankbarkeit als Baustein für Kultur

Regelmäßiges Danken verändert deine gesamte Wahrnehmung zugunsten der kleinen und großen Geschenke im Leben.

Die menschliche Grundtendenz, mehr auf negative Erfahrungen zu achten, mag wichtig für unser physisches Überleben sein.

Das kulturelle Element des Dankens scheint dagegen eine wichtige Rolle für unser geistiges und spirituelles Überleben zu spielen. Ganz sicher ist es wichtig für unsere Fähigkeit, ein gutes und befriedigendes Leben für uns selbst und unsere Lieben zu schaffen. 

Weitergeben und wachsen lassen

Zuhause erzählen mein 6jähriger Sohn und ich einander abends beim Ins-Bett-Bringen, wofür wir heute dankbar sind. Kinder finden es toll, ihre Dankbarkeit für Sonnenschein, Tierbegegnungen, Feuerwehrautos oder helfende Nachbarn auszusprechen und auf diese Weise die Geschichte ihres Tages zu ernten. Es hilft ihnen auch dabei, die Wertschätzung und Liebe für Natur und Menschen in sich wachsen zu lassen.

“Die Worte die vor allen anderen kommen” 

Bei den Haudenosaunee, der Konföderation der Irokesen-Stämme in Nordamerika, wird jeder Tag und jede Versammlung mit einer Danksagung eröffnet, den “Worten die vor allen anderen kommen”. Sie dient dazu, Wertschätzung, Liebe und Dank für alle Wesen der Natur auszudrücken und dabei unseres eigenen Platzes innerhalb der natürlichen Welt bewusst zu werden.

Das gemeinsame Danken für die gesamte Schöpfung hilft, die Herzen und den Verstand der Menschen zu öffnen und zu fokussieren, um gut miteinander zu kommunizieren, zu lernen oder Entscheidungen zu treffen. Es erinnert uns auch daran, welchen Platz wir als Menschen innerhalb der Schöpfung einnehmen und wie stark verbunden wir mit allen natürlichen Wesen und allen anderen Menschen sind.

Diese “Thanksgiving Address”, wie sie auch genannt wird, ist eine regionaltypische Form des Dankens, die uns für unser eigenes Leben inspirieren kann.

Sie ist eins von einer Vielzahl ganz unterschiedlicher kultureller Elemente, die wir ab April 2013 in der Wildnis- und Natur-Kultur-Pädagogik Weiterbildung gemeinsam ausprobieren und erforschen werden.

Weiter unten kannst du einen Film sehen, in dem die Mohawk Geschichtenerzählerin Kay Olan die traditionelle Danksagung spricht. Die Bilder dazu wurden von der Tuscarora Künstlerin Melanie Printup Hope gefertigt und mit Fotografien ergänzt.

Ich wünsche dir ein neues Jahr voller kleiner und großer Dankbarkeiten!

Elke


Laubhütten-Bau-Workshop in Eberswalde

„Schlafen wie eins mit Mutter Erde…“

Samstag, 10.11.2012

10:30 bis ca. 16:00 Uhr

Treffpunkt: 

Große Eiche im Schillerpark/Am Schützenplatz

Lernt eine effektive und sehr gemütliche Notbehausung richtig bauen!

Konstruktion * Bautechniken * Umgehen häufiger Fehler

Wer Lust hat kann im Anschluss drin übernachten!

Teilnahme:

30 €/ erm. 15 €


Herbst ist da


Gestern haben wir in Eberswalde die Tag- und Nachtgleiche gefeiert. Etwa 40 Erwachsene und eine Menge Kinder haben gemeinsam aufgebaut, selbst gemachtes Essen gegessen, gebastelt, unsere “Geschichten des Sommers” miteinander geteilt, gespielt, eine Stroh-Schlacht gemacht, getanzt und gesungen.

Mit einem Ritual haben wir dem Sommer gedankt und ihn verabschiedet und den Herbst willkommen geheißen und dann bis in die Nacht am Feuer gesessen. Es war eine tolle Einstimmung auf die dunkle Jahreszeit.

Das Mitmach-Fest war eine Initiative von Jessica Heiler (Leben in Einheit), der Stiftung WaldWelten, dem Forstbotanischen Garten Eberswalde und Circlewise.

 


Gemeinsam * spontan * im Garten * feiern!

Bitte bring mit:

• leckeres Essen und Getränke

• dein eigenes Geschirr und Besteck

• bunte Tücher und Kleidung

• Blüten und bunte Blätter

• Musikinstrumente und Lieder

• deine Kinder und Freunde!

Wann?

Beginn 15:00 Uhr

Wo?

Forstbotanischer Garten Eberswalde,
große Wiese am Wurzelkeller

Die Teilnahme ist kostenlos!Wenn du bei der Vorbereitung dabei sein willst oder noch Fragen hast, kannst du uns schreiben oder anrufen:Jessica: XflummiX@aol.com, Tel: 03334-497 0 697
Elke: verbindungskultur@gmail.com, Tel: 0176-564-184-81

Wir freuen uns auf dich!

 

 

 

 

 

         


Spiel mit mir!

In der neuen Oya-Ausgabe findet sich ein Artikel von mir über die Bedeutung des Spielens für unsere Beziehung zur Welt:

“[...] Die US-amerikanische Sozialforscherin Brene Brown erklärt: Wenn wir Verbindung wollen, geht es im Grund immer darum, unser eigenes Gefühl von Scham zu umarmen, unsere Hemmungen zu überwinden und uns selbst zu zeigen. Das beängstigende Spüren der eigenen Verletzlichkeit ist die Türschwelle zur Verbundenheit miteinander. Und das Spiel kann die Tür sein.[...]

Mehr dazu hier…


Das Geschenk der Tränen

“Tränen reinigen das Herz.” Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Könnt ihr eure Tränen ungehindert fließen lassen wenn ihr traurig seid? Gibt es Menschen in eurem Leben die euch dabei bezeugen und unterstützen?

Wir brauchen einander um Trauer loszulassen

Im Frühling 2010 habe ich in einem Vortrag von zwei indigenen Ältesten aus Nordamerika und Afrika gehört, dass wir Menschen unsere Trauer erst dann vollständig loslassen können, wenn andere Menschen uns dabei bezeugen. Beide waren sich einig darin, dass es die Gegenwart anderer Menschen braucht.

Meine Geschichte

Für mich war das schwer zu akzeptieren. In den Jahren zwischen 13 und 18 habe ich nicht ein einziges Mal geweint. Ich musste es als Erwachsene neu erlernen, erst mal für mich allein. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe, zumindest manchmal vor meinen engsten Freunden zu weinen. Sobald andere Menschen anwesend waren, konnte ich meine Traurigkeit einfach überhaupt nicht mehr spüren, nur dumpfe Leere stattdessen. Befreiend trauern vor anderen Menschen war für mich völlig unvorstellbar.

Das Trauer-Ritual

Dann habe ich in Kalifornien Sobonfu Somé kennengelernt und von vielen Freunden dort gehört, wie kraftvoll das Trauer-Ritual sei. Wie sie es beim Ritual mit Sobonfu geschafft hatten, in Gemeinschaft mit anderen Menschen ihre tief verborgenen Gefühle von Trauer, Wut oder Angst zu spüren, auszudrücken und loszulassen. Deshalb lud ich sie im vergangenen November nach Deutschland ein.  Für mich persönlich hat sich in den drei Ritual-Tagen im Lebensgarten Steyerberg etwas verwandelt. Es war als ob die angestaute Trauer von Jahrzehnten und vielleicht sogar Jahrhunderten aus mir heraus kam. Danach fühlte ich mich rein, voller Leichtigkeit und Heiterkeit und tief befreit. In den Monaten seitdem kann ich deutlicher spüren, wenn meine Trauer raus will, kann mir Zeugen suchen und meine Tränen frei fließen lassen. Das Ritual hat nachhaltig gewirkt.

Trauer ist allgegenwärtig

Wir erleiden in unserem Leben jeden Tag Schmerzhaftes: alltägliche Konflikte, Krankheiten, gescheiterte Träume, zerbrochene Beziehungen, geliebte Menschen die leiden oder sterben, das Fehlen von essentiellen kulturellen Elementen in unserem modernen Dasein, der Mangel an zeitloser, verbundener Zeit in der Natur und mit den Menschen die wir lieben, die fortschreitende Zerstörung unserer Erde oder einfach die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen, Schüler, Kurs-Teilnehmer oder Klienten, die uns berühren.

Wenn wir unsere Trauer unterdrücken, stumpft unser gesamtes Gefühlsleben ab

Als Menschen sind wir dazu fähig, negative Gefühle auszublenden. In Notsituationen kann dies unser Leben retten. Unterdrücken wir Emotionen wie Trauer oder Wut jedoch über einen längeren Zeitraum stumpft unsere gesamte Empfindungsfähigkeit dadurch ab und wir laufen Gefahr, körperlich zu erkranken, depressiv zu werden oder anderen und uns selbst Verletzungen zuzufügen. Vor allem sind wir deutlich weniger in der Lage, positive Gefühle wie Liebe, Freude oder Dankbarkeit zu empfinden, sagt auch Christine Carter, Professorin der Universität in Berkeley, Kalifornien.

Das Geschenk der emotionalen Tränen

Emotionale Tränen enthalten laut dem Biochemiker und Tränen-Experten William Frey eine Vielzahl von Stoffen, die in der übrigen Augenflüssigkeit die wir bei externen Reizungen des Auges absondern, nicht enthalten sind. Beim Weinen werden über die Tränen Stress-Hormone ausgeschieden, genauso auch Toxine, die sich bei Stress im Körper anreichern. Andere Studien dokumentieren, dass das Weinen auch die Produktion von Endorphinen anregt, unserer körpereigenen Schmerz-Medizin und Glücks-Hormonen. Wir fühlen uns besser, wenn wir geweint haben, auch wenn das Problem weiterhin besteht.

Sobonfu’s Volk, die Dagara in Burkina Faso, wird nachgesagt, dass die Menschen besonders lebensfroh und heiter seien und Sobonfu selbst sieht einen Grund dafür darin, dass sie regelmäßig Trauer-Rituale miteinander durchführen.

Trauer- Ritual im November 2012

Auch in diesem Jahr wird Sobonfu wieder nach Steyerberg kommen, vom 18.-21. November. Aufgrund vieler Nachfragen im letzten Jahr wird der Ritualworkshop einen ganzen Tag länger gehen, so dass mehr Zeit bleibt für Gespräche, Fragen, Reflektion und  um mehr darüber zu lernen, wie wir Trauer in unserem Alltag zuhause gesund leben können.

Ich freue mich darauf, mit vielen von euch dort meine, deine und eure Trauer zu teilen und dadurch auch unsere Verbindungen miteinander zu nähren und zu stärken. In meiner Erfahrung gibt es wenige Erlebnisse, die so verbindend sind, wie sich gegenseitig beim Trauern zu bezeugen.

Hier gibt es mehr Informationen zu Sobonfu, dem Workshop und zur Anmeldung…

Unsere Verantwortung annehmen

Jedes Mal wenn wir die Verantwortung für unsere Trauer übernehmen, durchbrechen wir einen Teufelskreis von Leiden, Unterdrückung und mehr Leiden und schaffen stattdessen Befreiung für uns selbst, für unsere Kinder und Partner (die leider oft am meisten von unserer ungelösten oder unbewussten Trauer abbekommen) und für alle Menschen um uns herum.

Die Ärztin, New York Times Bestseller-Autorin und Tränen-Forscherin Judith Orloff schreibt: “Ich liebe es, zu weinen. Ich weine wann immer ich kann. Ich wünschte, ich könnte noch mehr weinen. Gottseidank sind wir in der Lage dazu.

Und selbst wenn wir das nicht mehr sind, können wir es wieder lernen – am leichtesten gemeinsam.

Hier ein Vortrag von Sobonfu, wo sie darüber spricht, was Tränen und Trauern in ihrer Kultur bedeuten und wie wir uns und anderen im Trauerprozess unterstützen können:


Mittsommer in Eberswalde

 

ein Fest der Fest der Fülle, des Sonnenscheins und 

der Leichtigkeit des Seins!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Um 17:00 Uhr verabschieden wir uns mit einem einfachen Ritual vom Frühling und heißen den Sommer willkommen.

 

Die Teilnahme am Ritual ist kostenlos.

Wir treffen uns auf der Wiese am Wurzelkeller im Forstbotanischen Garten Eberswalde

Das anschließende Fest wollen wir gemeinsam mit euch spontan gestalten.

Bitte bringt dafür mit: 

  • leckeres Essen und Getränke
  • euer eigenes Geschirr und Besteck
  • bunte Tücher und/oder bunte Kleidung
  • Blüten
  • frisch gepflückten Beifuß und Johanniskraut  
  • Musikinstrumente und Lieder
  • eure Kinder und Freunde! 

​Wir freuen uns auf euch!

Jessica Heiler & Elke Loepthien


In Kooperation mit Leben in Einheit, dem Forstbotanischen Garten Eberswalde und der Stiftung Waldwelten


Inmitten von Wiesen und Wind…

 

Alex, Annika und Elke sind gerade zurück vom Art of Mentoring in Ost Sussex, England. Fast 250 Menschen erlebten und stärkten hier eine Woche lang gemeinsam ihre Verbindung zur Natur. Ein Fest der Sinne, Erkenntnisse und Gefühle, das für viele der Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder tiefgreifende, transformative Erfahrungen brachte.  Mehr Infos zur Veranstaltung und zum AoM-Netzwerk der britischen Inseln gibt es auf der AoM UK Webseite: www.artofmentoring.co.uk.


Die ersten Wolfs-Zeichen….

Greg, seine Freundin Alison, Paul und ich waren gestern schon im Fläming unterwegs, um Spuren und Zeichen vom Wolf zu entdecken. Schaut mal, was wir gefunden haben….

Morgen Abend geht es los und es gibt noch ein paar freie Plätze.

Anmeldung


Verbindungskultur on Air

Am Mittwoch, 07.03. können Sie uns life im online Bürgerradio Okitalk hören.

Die Sendung der Gaia Akademie:  ”Wildnispädägogik – Lernen in und mit der Natur!” läuft von 19:00 bis 20:00 Uhr

Einfach auf www.OKITALK.com auf den passenden Link im Sendeplan klicken und Sie  können mithören.

Wenn Sie gerne mitreden wollen und Fragen haben, geht das auch. Dafür bitte “Mumble” installieren: http://www.okitalk.com/download.php. Ein Video mit genauen Angaben zur Installation finden Sie hier http://www.okitalk.com/instruction.php.

Wir freuen uns auf das Gespräch!