Trauer-Feuer

…ein Ritual-Workshop zum Loslassen und wieder Freude und Leichtigkeit fühlen,
mit Salvatore Gencarelle und Elke Loepthien

Dieser Workshop ist inzwischen ausgebucht. Falls du dich auf die Warteliste setzen möchtest, schreib uns gern hier… 

09. – 12. November 2017

Wir alle erleiden in unserem Leben Schmerzhaftes: alltägliche Konflikte, Krankheiten, gescheiterte Träume, zerbrochene Beziehungen, geliebte Menschen die leiden oder sterben.

Alle Trauer will irgendwann ausgedrückt werden

troestenAls Menschen sind wir dazu fähig, negative Gefühle auszublenden. In Notsituationen kann dies unser Leben retten. Unterdrücken wir Emotionen wie Trauer oder Wut jedoch über einen längeren Zeitraum stumpft unsere gesamte Empfindungsfähigkeit  dadurch ab und wir laufen sogar Gefahr, körperlich zu erkranken, depressiv zu werden oder anderen und uns selbst Verletzungen zuzufügen. Vor allem seien wir weniger in der Lage, positive Gefühle wie Liebe, Freude oder Dankbarkeit zu empfinden, sagt auch Christine Carter, Professorin der Universität in Berkeley, Kalifornien.

 

Das Geschenk der emotionalen Tränen

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Emotionale Tränen enthalten laut dem Biochemiker und Tränen-Experten William Frey eine Vielzahl von Stoffen, die in der übrigen Augenflüssigkeit die wir bei Reizungen des Auges absondern, nicht enthalten sind. Beim Weinen werden über die Tränen Stress-Hormone ausgeschieden, genauso auch Toxine, die sich bei Stress im Körper anreichern. Andere Studien dokumentieren, dass das Weinen auch die Produktion von Endorphinen anregt, unserer körpereigenen Schmerz-Medizin und Glücks-Hormonen. Wir fühlen uns besser, wenn wir geweint haben – sogar auch wenn ein Problem weiterhin besteht.


Tiefes Loslassen erfahren

Um wieder mehr innere Lebendigkeit spüren zu können, brauchen wir einen geeigneten Rahmen, um unsere Trauer loszulassen. Die Trauer über alle Verluste, die wir erlitten haben, über die Sehnsüchte, die wir nicht stillen konnten, über die Zerstörung unseres Planeten, über Tod oder Trennung oder darüber, dass wir uns allein fühlen und die Verbindung zur Natur und zu unseren Vorfahren nicht mehr spüren.

Die Ursprünge unserer Arbeit

Sal Gencarelle verbrachte viele Jahre seines Lebens in intensiver Ausbildung bei der Familie eines Medizinmannes der Oglala Lakota, einer der Ureinwohner-Völker Nordamerikas. Inspiriert von der Tradition des “Heiligen Feuers”, das u.a. nach Todesfällen von der Gemeinschaft entzündet wurde, werden wir uns während des Workshops gemeinsam um ein Feuer versammeln und es mehrere Tage lang hüten.

shutterstock_452513506Das Feuer nimmt unsere Trauer und andere schmerzhafte Emotionen zu sich und verwandelt sie. Blockaden lösen sich, Energie kann wieder frei fließen und ein neuer Anfang wird möglich.

Durch das älteste aller Elemente können wir uns mit dem Ursprung des Universums verbinden, mit allen unseren Vorfahren seit dem Anbeginn der Zeiten und mit den schöpferischen Kräften die einstmals aus dem Nichts heraus Leben geschaffen haben.

Das Feuer hilft uns, loszulassen, was uns genommen wurde und darauf zu vertrauen, dass daraus neues Leben entstehen wird.

Es lädt uns ein, die Tränen, den Schmerz, aber auch die Geschichten, die Lieder, die Freude und die Dankbarkeit, und die Stille im Kreis miteinander zu teilen und uns gegenseitig in unserem Mensch-Sein zu bezeugen – in dem was schmerzhaft ist ebenso wie in der Freude, die wir erleben können.

 

Wer kann teilnehmen?

shutterstock_542979187.jpgDer Ritual-Workshop eignet sich für alle Menschen, die allgemein ihr Gefühlsleben besser kennenlernen und vertiefen wollen oder die als Therapeuten, Pädagogen, Ärzte, Sozialarbeiter, in Dienstleistungsberufen oder in der Wirtschaft viel mit anderen Menschen zu tun haben, sowie Menschen die beruflich oder privat eine enge Verbindung zur Natur haben.

Besonders heilsam wird das Ritual sich auswirken, wenn du vor Kurzem einen geliebten Menschen, deine Arbeitsstelle oder ein Haustier verloren hast, oder dich aus irgendeinem anderen Grund in einer Phase der Trauer befindest.

 

Ein guter Zeitpunkt

shutterstock_83899837Das Jahresende bringt den oft grauen, nebligen November, in dem uns die Kahlheit der Bäume und der Erde bewusst machen, wie sich das Leben für den Winter in die “Unter-Welt” zurückzieht. Die Landschaft wird durchsichtiger, klarer. Viele Menschen kommen in dieser Zeit auch in Kontakt mit ihrer inneren Trauer, mit starken Gefühlen, die wir manchmal schon seit Jahrzehnten mit uns tragen. Die grauen Wochen vor Beginn der hoffnungsvollen Adventszeit führen uns in die Tiefen dieser Gefühle, manchmal bis zurück zu den Erfahrungen unserer Vorfahren.

Das Trauer-Feuer kann dir diese Reise erleichtern und dabei helfen, daraus eine heilsame und belebende Erfahrung zu machen, für einen gesunden Umgang mit kleinen und großen Schicksalsschlägen.

Diese besondere Form des Feuers lässt sich später auch zuhause durchführen und kann dir Raum für Innenschau, Besinnlichkeit oder ein Weiterverarbeiten der Trauer in deinem Leben schenken, für dich allein oder gemeinsam mit Freunden und Familie.

 

Salvatore Gencarelle

verbindung_sal2…ist Brückenbauer zwischen indigener, naturverbundener Kultur und der modernen Welt, und ein begnadeter Lehrer.

Er wurde 17 Jahre lang von einem nordamerikanischen Heiler intensiv ausgebildet und begleitet. Sal lebte dafür viele Jahre lang im Reservat und lernte mit großer Hingabe und Aufopferung die traditionellen Zeremonien des Stammes erst zu unterstützen, dann zu halten, und später auch selbst zu gestalten. Durch diesen langen und schwierigen Weg und seine innere Verpflichtung zu den alten Weisen wurde ihm die Verantwortung übergeben, diese Lehren auch selbst weiterzugeben. Ein großer Teil der Erlöse von Sal’s Arbeit geht zurück an die Gemeinschaft von der er die Zeremonien erlernt hat.

verbindung_menNeben seiner Ausbildung in traditionellen Heilmethoden ist Salvatore auch mit der modernen Medizin vertraut und arbeitete mehr als 16 Jahre lang als Rettungssanitäter. Er ist zudem als freischaffender Autor tätig, macht Musik, fotografiert und malt.

Salvatore teilt von seinem Wissen und seinen Fertigkeiten im Rahmen verschiedener Kurse und Weiterbildungen in Europa und den USA, wo er eng mit Jon Young und dem 8 Shields Institute zusammenarbeitet.

Mehr über Sal Gencarelle: www.8shields.comwww.manamongthehelpers.com

 

Interview mit Sal über seine Arbeit

Teilnehmerstimme: “Sal ist ein kraftvoller, geduldiger Lehrer voller Demut. Er hat viele Jahre selbst im Reservat gelebt und ist wirklich authentisch. Er vermittelt eine Brücke zwischen den sehr komplexen, ausgefeilten Sichtweisen der Lakota Sioux und dem westlichen Verstand.”

 

img_3133-1-jpgElke Loepthien

…ist Gründerin und Verbindungsweberin von Circlewise, außerdem Wildnispädagogin, Diplom Ingenieurin (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz mit Spezialisierung in ganzheitlicher Umweltbildung und ausgebildete psychologische Beraterin. In den USA und Europa erlernte sie unter anderem am 8 Shields Institute mit Jon Young Theorie und Praxis von „Cultural Mentoring“ und „Regenerative Community Design“ – das bewusste Gestalten und Begleiten von lebendiger, naturverbundener, sich selbst erneuernder Kultur. Elke erlernte das Entwickeln und Durchführen von naturverbundenen Ritualen vor allem von der aus Burkina Faso stammenden und im Januar 2017 verstorbenen Ritual-Hüterin Sobonfu Somé. Die von ihr begleiteten Rituale sind authentisch, zeitgemäß und ermöglichen es auch in der heutigen Zeit, weitab vom traditionellen afrikanischen Dorfleben, die Kraft der Gemeinschaft zu wecken und lebendig erfahrbar zu machen.

 

Kinder herzlich willkommen

Dieser Workshop ist familienfreundlich und Kinder bis 14 Jahre können kostenlos teilnehmen. Bitte melde dich möglichst frühzeitig an, bestenfalls mindestens vier Wochen vorher, und teile uns in  bei deiner Anmeldung auch Namen und Alter der Kinder mit, damit wir eine entsprechende Kinderbetreuung bereitstellen können.

Veranstaltungsort

Der Workshop findet im Seminarzentrum Beuerhof in der Vulkan-Eifel statt.

Unterbringung erfolgt wahlweise in Betten im Mehrbetzimmer, in Matratzenlagern, im mit offenem Feuer beheizbaren Tipi oder Langhaus (siehe Foto) oder im eigenem Zelt/Auto.

Auch eine privat organisierte externe Unterbringung in Ferienwohnungen, Pensionen o.ä. ist möglich.

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Workshop-Zeiten

 

Beginn: Donnerstag, 09. November 18:00 Uhr

Ende: Sonntag, 12. November 14:00 Uhr

 

Teilnahme

Kursgebühr 340 € 

Freundschafts- und Partner-Rabatt 290 € (bei gemeinsamer Anmeldung)

zuzüglich Unterkunft und Verpflegung

Wenn du unbedingt teilnehmen willst, aber vor einer finanziellen Hürde stehst, melde dich bei uns – wir finden einen Weg!

 

Dieser Workshop ist inzwischen ausgebucht. Falls du dich auf die Warteliste setzen möchtest, schreib uns gern hier…